NS-Parolen in München-Au - fünf Männer angezeigt
Fünf Männer (19 bis 21 Jahre) riefen auf ihrem Weg über die Reichenbachbrücke Parolen mit NS-Bezug und zeigten entsprechende Handzeichen. Bei einem 19-Jährigen wurde ein Einhandmesser gefunden und sichergestellt. Es liegen Ermittlungsverfahren vor.
Am Mittwoch, 30.04.2025, gegen 21:00 Uhr, verständigten Passanten den Polizeinotruf 110. Sie hatten zuvor beobachtet, wie eine Gruppe von fünf Personen zu Fuß von der Ohlmüllerstraße über die Reichenbachbrücke in Richtung Fraunhoferstraße gegangen war. Hierbei hatte die Personengruppe Äußerungen mit Bezug zur nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gerufen. Zudem wurde ein Handzeichen ebenfalls mit Bezug zum Nationalsozialismus gezeigt.
Die hinzugerufenen Polizeibeamten konnte die Personengruppe im Bereich der Fraunhoferstraße antreffen. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um fünf Männer im Alter zwischen 19 und 21 Jahren, jeweils mit Wohnsitz in München und dem Landkreis Ebersberg. Im Rahmen der Durchsuchung der Tatverdächtigen wurde bei einem 19-jährigen Tatverdächtigen zudem ein Einhandmesser aufgefunden. Das Messer wurde sichergestellt.
Alle Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen eingeleitet. Der 19-Jährige wurde zudem wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt.
Die weiteren Ermittlungen führt das Kommissariat 44.
Quelle: Polizeipräsidium München
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 5 Personen, 19-21 Jahre, männlich
- Tatort
- Reichenbachbrücke, Au, München
- Motiv
- Hass