Betrug über Dating-App in Krefeld
Über eine Dating-App wurde ein 72-Jähriger durch eine vorgetäuschte Liebesbeziehung um eine vierstellige Summe gebracht. Die Betrüger nutzten KI-generierte Fotos und forderten Zahlungen via Prepaid-Guthabenkarten. Der Senior schaltete die Behörden ein.
Über eine Dating-App haben Unbekannte einen 72-Jährigen um eine vierstellige Geldsumme gebracht. Der Krefelder hatte online eine angebliche Hannah Neufeld kennengelernt und sich über mehrere Wochen hinweg mit ihr ausgetauscht: zunächst direkt in der App, dann aber auch über WhatsApp. Dabei hatte man ihn glauben lassen, er kommuniziere mit einer Journalistin, die derzeit im Libanon sei, aber bald nach Deutschland zurückkehren werde. Bei der letzten Bitte um Geld wurde der Senior allerdings misstrauisch: Angeblich liege Hannah Neufeld nach einem Verkehrsunfall im Koma und brauche Geld für die medizinische Versorgung.
Der Krefelder schaltete die Polizei ein. Nach ersten Erkenntnissen sind die Fotos der angeblichen Frau KI-generiert. Darunter befindet sich auch ein Bild, das sie verletzt in einem Krankenhausbett liegend zeigt. Die Betrüger hatten sich für ihre Masche Prepaid-Guthabenkarten zunutze gemacht: Dabei erwirbt man gegen Barzahlung in einer Verkaufsstelle Gutscheincodes, mit denen man dann in Onlineshops Einkäufe bezahlen kann. Gibt man diese Codes nach dem Kauf an Dritte weiter, können auch sie diese zum Einkaufen nutzen.
Tipps der Polizei zu Betrugsversuchen über Messengerdienste finden Sie hier:https://krefeld.polizei.nrw/artikel/messenger-betrug(137)
Quelle: Polizeipräsidium Krefeld
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, weiblich
- Opfer
- 1 Person, 72 Jahre, männlich
- Tatzeit
- 29.04.2026
- Tatort
- Krefeld
- Motiv
- Raub
- Schaden
- 3,0k €