Verfassungswidrige Parole im Bahnhof Harburg - 73-Jähriger ruft 'Sieg Heil'
Ein 73-Jähriger betrat am 13.08.2026 gegen 16:48 Uhr den S-Bahntunnel bei Gleis 12 im Bahnhof Harburg, um zu urinieren. Bei Beendigung der polizeilichen Maßnahme rief er lautstark 'Sieg Heil'.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Bundespolizeiinspektion Hamburg soll ein Mann am 13.08.2026 gegen 16:48 Uhr den S-Bahntunnel bei Gleis 12 im Bahnhof Harburg betreten haben.
Aufmerksame Bahnreisende meldeten die Beobachtung einer Präsenzstreife der Bundespolizei. Zusätzlich konnte über eine durchgeführte Videosichtung bestätigt werden, dass der Mann sich hinter die Bahnsteigabsperrung in Richtung S-Bahntunnel begab.
Der 73-Jährige konnte durch die Bundespolizeistreife vor Ort angetroffen werden. Ihm wurden die Gefahren im Gleisbereich erläutert. Er gab an, dass er sich in den Bereich begeben habe, um zu urinieren.
Bei Beendigung der polizeilichen Maßnahme rief der deutsche Staatsangehörige lautstark und für umstehende Bahnreisende deutlich hörbar "Sieg Heil". Ihm wurde mitgeteilt, dass nun gegen ihn ein Strafverfahren wegen "Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" eingeleitet wird. Er wollte sich anschließend nicht weiter dazu äußern und wurde vor Ort mit einem Platzverweis entlassen.
Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren wegen "Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen zu diesem Strafverfahren übernimmt zuständigkeitshalber das LKA 7 der Hamburger Landespolizei. Zudem wurde gegen ihn ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts "Unerlaubter Gleisaufenthalt" eröffnet.
Aus aktuellem Anlass warnt die Hamburger Bundespolizei wiederholt vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen: "Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen, oftmals sind die Bremswege zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer."
WL
Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 73 Jahre, männlich, deutsch
- Tatzeit
- 13.08.2026 um 16:48 Uhr
- Tatort
- Harburg, Hamburg