Rettungskräfte behindert in Wolgast — Ehepaar bedrängt und beleidigt

WolgastMecklenburg-VorpommernVeröffentlicht am
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Am Mittwochvormittag (24.06.2026) gegen 10:30 Uhr kam es auf dem Parkplatz vor dem Ärztehaus in der Hufelandstraße in Wolgast zu einem Vorfall, bei dem Einsatzkräfte des Rettungsdienstes während der Versorgung eines Patienten erheblich behindert wurden.

Der Rettungswagen befand sich im Rahmen eines medizinischen Notfalleinsatzes unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten mittig auf dem Parkplatz des Ärztehauses. Während der intensivmedizinischen Behandlung des Patienten sollen die Rettungskräfte nach bisherigen Erkenntnissen von einem Ehepaar wiederholt bedrängt und beleidigt worden sein, da diese nicht mit dem Abstellort des Rettungswagens einverstanden waren. Trotz mehrfacher Hinweise darauf, dass sich der Patient im Krankenwagen in einem kritischen Gesundheitszustand befand, zeigten sich die Beteiligten uneinsichtig.

Im weiteren Verlauf versuchte der 70-jährige deutsche Mann, mit seinem Pkw an dem abgestellten Rettungswagen vorbeizufahren. Dabei kam es zu einer Kollision mit dem Einsatzfahrzeug. Die dadurch erforderliche Unfallaufnahme sowie die anhaltenden Störungen führten zu einer Verzögerung der medizinischen Versorgung und des anschließenden Transports des Patienten. Zudem beleidigte die 60-jährige deutsche Frau die Einsatzkräfte im Zuge der Unfallaufnahme.

Die Polizei hat die Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung bzw. Behinderung von hilfeleistenden Personen und Beleidigung aufgenommen.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass die Behinderung von Rettungskräften kein Kavaliersdelikt ist. Einsatzkräfte des Rettungsdienstes handeln unter hohem Zeitdruck, um Menschenleben zu retten. Jede vermeidbare Verzögerung kann die Gesundheit oder sogar das Leben eines Patienten gefährden.

Verhaltenshinweise der Polizei:

Rechtliche Hinweise:

Wer Rettungskräfte bei einem Einsatz behindert oder ihre Arbeit erheblich erschwert, muss mit straf- oder ordnungsrechtlichen Konsequenzen rechnen. Kommt es durch ein solches Verhalten zu einer Verzögerung lebensrettender Maßnahmen oder werden Einsatzkräfte gefährdet, kann dies strafrechtlich besonders schwer wiegen.

Quelle: Polizeipräsidium Neubrandenburg

Tatdetails

Tatverdächtige
2 Personen, 70 Jahre, männlich, deutsch
Opfer
1 Person
Tatzeit
24.06.2026 um 10:30 Uhr
Tatort
Hufelandstraße, Wolgast
Motiv
Streit

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