Körperverletzung und Widerstand in Regionalzug am Hauptbahnhof München
Nach einer Aufforderung zum Platzmachen in einem Regionalzug trat eine 60-Jährige eine Reinigungskraft mehrfach, wodurch diese gegen eine Tür prallte und Schmerzen erlitt. Die Tatverdächtige wurde nach Widerstand festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt.
Am Sonntag (26. April) informierten Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit gegen 9:30 Uhr die Bundespolizei über einen körperlichen Angriff in einem am Hauptbahnhof stehenden Regionalzug. Um einen Mülleimer leeren zu können, bat eine 39-jährige rumänische Reinigungskraft eine 60-jährige Reisende etwas Platz zu machen. Die Deutsche reagierte aggressiv und weigerte sich, der Bitte nachzukommen. Zudem soll sie die 39-Jährige mehrmals getreten haben, wodurch die Rumänin gegen die Toilettentür prallte. Anschließend schloss sich die 60-jährige Wohnsitzlose bis zum Eintreffen der alarmierten Bundespolizisten in der Zugtoilette ein. Erst nach mehrmaliger Aufforderung öffnete sie freiwillig die Tür und konnte dann von den Beamten aus dem Zug begleitet werden. Gegen die weiteren polizeilichen Maßnahmen leistete die gebürtige Münchnerin wiederholt Widerstand. Gefesselt nahmen die Beamten sie mit zur Dienststelle. Die 39-jährige Reinigungskraft klagte im Anschluss über Schmerzen im Oberkörper und in den Beinen, lehnte eine ärztliche Behandlung allerdings ab. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete für den heutigen Tag die Vorführung der Angreiferin beim Haftrichter an. Gegen sie ermittelt die Bundespolizei wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Quelle: Bundespolizeidirektion München
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 60 Jahre, weiblich
- Opfer
- 1 Person, 39 Jahre, weiblich, rumänisch
- Tatzeit
- 26.04.2026 um 09:30 Uhr
- Tatort
- München
- Motiv
- Streit