WhatsApp-Betrug in Gifhorn - 21-Jährige um 600 Euro gebracht
Eine 21-Jährige erhielt eine WhatsApp-Nachricht vom Konto eines Bekannten mit der Bitte um 600 Euro und überwies das Geld. Unbekannte hatten sich zuvor vermutlich per Phishing Zugang zum Konto verschafft und verschickten weitere Geldbitten an Kontakte.
Es begann mit der Nachricht auf dem Smartphone, offensichtlich von einem Bekannten: "Kannst du mir bitte Geld leihen?" Am Ende waren 600 Euro verloren. Die Polizei Gifhorn ermittelt wegen Betrugs und warnt vor der Masche.
Das war passiert: Am vergangenen Montag erhielt eine 21-Jährige aus dem Landkreis Gifhorn eine WhatsApp-Nachricht von einem Bekannten. Sie hatte dessen Kontaktdaten abgespeichert, daher gab es zunächst keinen Grund, misstrauisch zu sein. Der Bekannte bat um die kurzfristige Leihe von 600 Euro. Die Frau kam der Bitte nach und führte eine Echtzeitüberweisung durch.
Wenig später stellte sich heraus, dass die Nachricht zwar vom Konto des Bekannten, aber eben nicht von ihm selbst gesendet worden war. Unbekannte Täter hatten sich - nach bisherigen Ermittlungen vermutlich durch sogenanntes Phishing - Zugang zu dessen WhatsApp-Konto verschafft. Mithilfe der "Multi-Device"-Funktion aktivierten sie daraufhin den vollen Zugriff auf weiteren Geräten.
Anschließend verschickten die Täter an mehrere Kontakte des 36-Jährigen ähnliche Geldbitten und versteckten diese Chats unmittelbar nach dem Versand durch Archivierung. Der Kontoinhaber bemerkte den unbefugten Zugriff deshalb erst mit zeitlicher Verzögerung.
Nach aktuellem Stand könnte die Teilnahme an einer Umfrage auf einer mit WhatsApp verknüpften Social-Media-Plattform den Tätern den Zugang zum WhatsApp-Konto ermöglicht haben. Diese Umfrage stellte sich nach Teilnahme als Fälschung heraus.
Die Polizei warnt und gibt folgende Präventionstipps:
Quelle: Polizeiinspektion Gifhorn
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen
- Opfer
- 1 Person, 21 Jahre, weiblich
- Tatort
- Gifhorn
- Schaden
- 600 €