Schockanrufe falscher Polizisten im Raum Linz - 23 Meldungen
Am Donnerstag gingen 23 Meldungen über Anrufe falscher Polizeibeamter ein – in allen Fällen blieb es beim Versuch ohne Schaden. Ein älterer Mann, dem eine hohe Kaution abverlangt wurde, suchte daraufhin selbst die Polizei auf.
Am Donnerstag kam es im Laufe des Tages im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Linz zu 23 Meldungen zu Anrufen von falschen Polizeibeamten. Es blieb in allen bekannt gewordenen Fällen beim Versuch, ohne dass ein Schaden eintrat. In einem Fall erschien gestern erschüttert und voller Sorge ein älterer Mann bei der Polizeiinspektion Linz. Er berichtete von einem Anruf, bei dem ein angeblicher Polizeibeamter ihm mitgeteilt hatte, sein Kind sei in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt. Nur durch die Zahlung einer hohen Kaution könne eine Gefängnisstrafe verhindert werden. Der Mann war durch den emotionalen Druck so verängstigt, dass er kurz davorstand, eine erhebliche Geldsumme zu übergeben. Der Mann suchte daraufhin die "echte Polizei" auf und wurde über die Betrugsmasche aufgeklärt.
Besonders perfide: Die emotionale Manipulation
Für die Betroffenen ist die psychische Belastung enorm. Der Gedanke, einem nahen Angehörigen könnte etwas Schlimmes passiert sein, führt oft zu Panik und einer eingeschränkten Urteilsfähigkeit. Selbst erfahrene Polizeibeamte sind immer wieder betroffen, wenn sie miterleben, wie hilflos und erschüttert die Opfer solcher Anrufe sind. Dieser Vorfall verdeutlicht erneut die skrupellosen Methoden, mit denen Betrüger insbesondere ältere Menschen ins Visier nehmen.
Die Polizei ruft zur Aufklärung in den Familien auf
In diesem Zusammenhang appelliert die Polizei eindringlich an die jüngere Generation: Klären Sie Ihre älteren Angehörigen über diese Betrugsmasche auf! Sensibilisieren Sie sie dafür, dass echte Polizeibeamte niemals am Telefon Geld oder Wertgegenstände verlangen. Die Polizei wird weiterhin gezielt gegen diese Täter vorgehen und setzt auf die Unterstützung der Bevölkerung, um insbesondere ältere Mitbürger zu schützen. Für den Fall eines verdächtigen Anrufs empfiehlt die Polizei folgende Hinweise dringend zu beachten:
Quelle: Polizeidirektion Neuwied/Rhein
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen
- Opfer
- 23 Personen
- Tatort
- Linz am Rhein