Schockanruf in München-Untermenzing - Seniorin um Geld betrogen

Ein falscher Polizeibeamter rief eine über 80-jährige Frau an und forderte sie auf, Bargeld und Wertgegenstände vor ihrem Haus abzustellen. Die Seniorin folgte der Aufforderung und verlor mehrere tausend Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen.

MünchenBayernVeröffentlicht am
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Am Donnerstag, 07.05.2026, gegen 11:15 Uhr, rief ein bislang unbekannter männlicher Täter bei einer über 80-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in München an und stellte sich als Polizeibeamter vor. Er gab an, dass bei einem Überfall in der Nachbarschaft zwei von drei Tätern festgenommen werden konnten. Diese hätten angeblich auch den Namen und die Anschrift der über 80-Jährigen auf einen Zettel notiert bei sich gehabt. Daher wurde die Seniorin aufgefordert, ihr Zuhause befindliches Bargeld, Schmuck und Wertgegenstände in einem Gefäß vor das Wohnanwesen zu stellen. So solle der dritte noch flüchtige Täter angelockt werden, um so seine Festnahme zu ermöglichen.

Daraufhin stellte die über 80-Jährige einen Kochtopf mit Geld und Wertgegenständen in Höhe von mehreren tausend Euro vor ihrem Haus ab. Dieser wurde anschließend von einem unbekannten Täter abgeholt.

Erst als die über 80-Jährige einige Zeit später den Betrug bemerkte, verständigte sie den Polizeinotruf 110.

Die weiteren Ermittlungen in dem Fall führt das Kommissariat 61.

Zeugenaufruf:Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich der Thaddäus-Eck-Straße, Thuillestraße und Im Wismat (Untermenzing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Die Münchner Kriminalpolizei bittet die Anwohner, Aufzeichnungen eventuell installierter Überwachungskameras zum Tatzeitraum zu sichten. Auch wenn lediglich die Überwachung von Privatgelände rechtlich möglich ist, ist eine Aufnahme der unbekannten Täter denkbar.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Quelle: Polizeipräsidium München