Callcenterbetrug in Sendling-Westpark — Tatverdächtiger festgenommen
Wie bereits berichtet, kam es am Mittwoch, 20.05.2026, zu einem Callcenterbetrug zum Nachteil einer über 90-jährigen deutschen Seniorin.
Eine unbekannte weibliche Anruferin gab gegenüber der Seniorin vor, dass deren Neffe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte und sie eine Kaution in Höhe von 60.000 Euro in bar bezahlen müsse, um eine Inhaftierung zu verhindern.
Daraufhin übergab die über 90-Jährige vor einer Sparkassenfiliale im Bereich der Johann-Clanze-Straße eine Stofftasche mit mehreren zehntausend Euro an einen unbekannten männlichen Abholer.
Eine Passantin konnte die Übergabesituation beobachten und ihr fiel auf, dass der Abholer der Seniorin ein Telefon ans Ohr hielt, während diese ein Päckchen aus dem Stoffbeutel holte und dem Abholer zeigte. Als die Passantin die Seniorin ansprach erkannte diese, dass es sich um einen Betrug handelte.
Da der Zeugin die festgestellte Situation verdächtig vorgekommen war, hatte sie Lichtbilder des flüchtenden Abholers und von dessen Fahrzeug gefertigt.
Die Fahndungsmaßnahmen nach dem Abholer und seinem Fahrzeug blieben zunächst ohne Erfolg.
Am Dienstag, 26.05.2026, gegen 16:30 Uhr, konnten zivile Einsatzkräfte der Münchner Polizei den augenscheinlichen Tatverdächtigen und dessen Fahrzeug in der Schwanthalerhöhe wiedererkennen und kontrollieren. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 21-Jährigen mit polnischer Staatsangehörigkeit und ohne festen Wohnsitz in Deutschland.
Gegen den Tatverdächtigen wurde am Mittwoch, 27.05.2026 eine Untersuchungshaft richterlich angeordnet.
Quelle: Polizeipräsidium München
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen, 21 Jahre, männlich, polnisch
- Opfer
- 1 Person, über 90 Jahre, weiblich, deutsch
- Tatzeit
- 20.05.2026
- Tatort
- Johann-Clanze-Straße, Sendling-Westpark, München
- Motiv
- Raub
- Schaden
- 60,0k €