Senioren verlieren fast 100.000 Euro durch Lexikon-Betrug
Ein älteres Ehepaar wollte online seine Lexikonsammlung verkaufen und geriet an angebliche Vermittler. Über Vorwände wie Notar- und Speditionskosten sowie Buchkäufe zahlten die Senioren ihr Geld, dazu kamen zwei Kredite auf ihre Daten. Der Schaden: nahezu 100.
Betrug durch Scheinverkauf einer Lexikonsammlung
Ort: Taucha Zeit: 21.03.2025 bis 08.05.2025
Ein älteres Ehepaar verlor fast 100.000 Euro durch einen Scheinverkauf ihrer Lexikonsammlung. Im Frühling versuchten die Senioren über eine Onlineplattform ihre Bertelsmann-Lexika zu verkaufen, was nicht gelang. In der Folge meldete sich ein Dritter und bot an diese Sammlung zu verkaufen. Für den notariellen Verkauf sollten die Opfer Gehaltsnachweise und andere Dokumente übermitteln. Sie erhielten zwei Zahlungen von insgesamt mehren zehntausend Euro und überwiesen diese auf weitere Konten unter dem Vorwand der Zahlung von Notar- und Speditionskosten. Man bot ihnen dann an, dass sie mit dem Kauf von weiteren Büchern ihren Verkaufserlös deutlich erhöhen könnten. Dazu sollten sie mehrere tausend Euro ihrer Ersparnisse auf ein Konto zahlen, was die Geschädigten taten. Danach brach der Kontakt zu den Vermittlern ab. Als sich verschiediene Bankinstitute meldeten wurde bekannt, dass die Täter mit den Daten der Opfer zwei Kredite abgeschlossen hatten. Insgesamt entstand ein Schaden von nahezu 100.000 Euro. Das Polizeirevier Leipzig-Nord hat die Ermittlungen wegen Betruges aufgenommen.
Quelle: Polizeidirektion Leipzig
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen
- Opfer
- 2 Personen
- Tatort
- Taucha
- Schaden
- 100,0k €