Schockanruf in Marl — Seniorin um Wertsachen betrogen

MarlNordrhein-WestfalenVeröffentlicht am
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Eine Seniorin aus Marl ist Opfer eines "Schockanrufs" geworden. Die unbekannten Täter erbeuteten Bargeld und Wertsachen. Die Polizei bittet um Hinweise und warnt vor dieser perfiden Betrugsmasche.

Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt die Frau am Freitag gegen Mittag einen Anruf. Die Betrüger gaben sich als Polizeibeamte beziehungsweise Vertreter der Justiz aus und behaupteten, ihr Sohn habe einen Menschen bei einem Verkehrsunfall überfahren. Um eine angeblich drohende Haft abzuwenden, müsse eine hohe Kaution bezahlt werden. Die Täter bauten im Gespräch gezielt enormen emotionalen Druck auf und vermittelten der Seniorin den Eindruck, sie könne ihrem Sohn nur durch sofortiges Handeln helfen. Im Verlauf des Telefonats erklärte sie, dass sie Wertsachen zu Hause habe. Etwa eineinhalb Stunden später erschien ein unbekannter Mann an ihrer Wohnanschrift an der Schachstraße und nahm Bargeld, Goldmünzen, Diamanten sowie Schmuck entgegen.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:

Der Mann soll während der Übergabe kein Wort gesprochen haben. Der Seniorin war zuvor am Telefon mitgeteilt worden, dass der Abholer vom Amtsgericht Marl komme. Erst später erkannte die Frau, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Weil sie so unter Schock stand, informierte sie erst am Montag die Polizei.

Wer am Freitag im Bereich der Schachstraße in Marl einen Mann bemerkt hat, auf den die Beschreibung zutrifft, wird gebeten, sich unter Tel. 0800/2361 111 bei der Polizei zu melden.

Aktuell kommt es wieder vermehrt zu Betrugsfällen im Kreis Recklinghausen und der Stadt Bottrop, besonders häufig setzen die Täter auf "Schockanrufe". Aber auch andere bekannte Maschen - etwa falsche Polizeibeamte, angebliche Bankmitarbeiter oder der "Enkeltrick" - werden weiterhin genutzt. Die Täter gehen dabei äußerst professionell und überzeugend vor. Sie sind rhetorisch geschult, wirken glaubwürdig und setzen ihre Opfer gezielt unter emotionalen Druck. Sie nutzen Angst, Sorge um Angehörige und Zeitdruck aus, sodass Betroffene oft keine Gelegenheit haben, die Situation in Ruhe zu hinterfragen. Deshalb kann grundsätzlich jeder Mensch Opfer einer solchen Straftat werden.

Die Polizei appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger: Sprechen Sie mit Eltern, Großeltern, Nachbarn und Freunden über diese Betrugsmaschen. Je mehr Menschen die Vorgehensweise der Täter kennen, desto schwieriger wird es für die Betrüger, mit ihren perfiden Geschichten Erfolg zu haben.

Weitere Infos finden Sie auch hier:https://recklinghausen.polizei.nrw/artikel/falsche-polizeibeamte-und-andere-betrueger

Quelle: Polizeipräsidium Recklinghausen

Tatdetails

Tatverdächtige
2 Personen, männlich
Opfer
1 Person, weiblich
Tatzeit
17.07.2026 um 12:00 Uhr
Tatort
Schachstraße, Marl

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