Mann (57) sammelt Pfandflaschen im Gleis und wird per Haftbefehl gesucht
Ein Reisender meldet den Mann am S-Bahnhof Landwehr, die Bundespolizei sperrt die Gleise. Wegen Subventionsbetrugs schuldet er 825 Euro und muss 55 Tage verbüßen.
Ein Mann hält sich im Gleisbereich des S-Bahnhofs Landwehr auf, während dort Regelbetrieb läuft. Jederzeit hätte ein Zug auf den betroffenen Gleisen verkehren können.
Ein aufmerksamer Bahnreisender erkennt die Gefahr und meldet den Vorfall. Die Bundespolizei ordnet Stromabschaltungen und Streckensperrungen an. Eine Videosichtung bestätigt den Aufenthalt im Gleis.
Der Melder sagt den Einsatzkräften, der Mann sei in Richtung eines Gartens neben den Gleisen gegangen. Dort stellen sie den 57-jährigen Deutschen in einem Zelt. Im Gespräch gibt er an, er habe nach Pfandflaschen gesucht.
Die Überprüfung der Personalien ergibt eine Ausschreibung zur Festnahme. Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Kiel sucht ihn wegen Subventionsbetrugs. Er hatte 825 Euro Geldstrafe nicht gezahlt und war untergetaucht, nun muss er 55 Tage Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen.
Ein Atemalkoholtest ergibt 0 Promille. Ein Arzt stellt die Gewahrsamsfähigkeit fest, danach geht es in eine Haftanstalt.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 57 Jahre, männlich, deutsch
- Tatort
- Landwehr, Hamburg