Versammlung am Stachus in München - acht Verstöße, Angriff auf Beamten
Bei einer Versammlung am Stachus störten Gegendemonstranten mehrfach den Zug, die Polizei wendete teils unmittelbaren Zwang an. Insgesamt wurden acht Verstöße angezeigt, darunter Beleidigungen und ein tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte.
Am Samstag, 30.08.2025, gab es eine sich fortbewegende Versammlung, die in inhaltlichem Kontext zu bundespolitischen Themen. Die Versammlung begann gegen 14:00 Uhr am Stachus, wo sie gegen 16:30 Uhr wieder endete. An dieser Versammlung nahmen in der Spitze ca. 60 Personen teil. Der Versammlungszug bewegte sich vom Stachus über den Lenbachplatz, die Brienner- und Schwanthalerstraße wieder zurück zum Stachus.
Bereits vor Beginn der Versammlung hatte sich ab 13:35 Uhr ebenfalls am Stachus eine opponierende Ansammlung von etwa 300 Personen eingefunden, Diese Personenansammlung wurde durch die polizeiliche Einsatzleitung als nicht angezeigte Versammlung gewertet. Aus dieser Versammlung heraus wurde versucht, auf die Versammlungsfläche der angemeldeten Versammlung zu gelangen. Um Störungen zu unterbinden, mussten die Personen von den Polizeikräften weggedrückt und werggeschoben werden. An der opponierenden Versammlung nahmen ca. 300 Personen teil. Diese verließen den Stachus mit Beginn des Versammlungszuges der angemeldeten Versammlung.
Während des Versammlungszuges setzten sich am Karolinenplatz ca. 25 opponierende Demonstranten auf die Fahrbahn, um den Versammlungszug zu blockieren. Um auch hier Störungen zu unterbinden, mussten die eingesetzten Polizeibeamten unmittelbarem Zwang anwenden. Auch wurde durch Gegendemonstranten im Bereich der Landwehrstraße augenscheinlich eine Blockade des Versammlungszugs vorbereitet. Da der Versammlungszug die Landwehrstraße letztlich jedoch nicht passierte, löste sich diese selbständig wieder auf. Im weiteren Verlauf kam es zu keinen erneuten Störungen.
Insgesamt wurden bei diesen Versammlungen acht Verstöße gegen Rechtsvorschriften von der Polizei angezeigt, hierunter Verstöße gegen das Bayerische Versammlungsgesetz, Beleidigungen sowie ein tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte.
Für die Betreuung der Versammlungen waren rund 200 Polizeibeamte eingesetzt.
Quelle: Polizeipräsidium München
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person
- Opfer
- 1 Person
- Tatort
- Altstadt, München