Bedrohung und Waffenfund in München-Bogenhausen
Am Freitag, 23.01.2026, gegen 14:00 Uhr, rief ein unbekannter Täter bei einem über 80-jährigen Deutschen an und gab sich als Arzt aus. Der Anrufer erklärte dem Rentner am Telefon, dass seine Tochter an einer Krebserkrankung leide und dringend Medikamente benötigen würde. Für die Behandlung wäre ein Betrag von 180.000 Euro fällig.
Der über 80-Jährige gab an, kein Bargeld in dieser Höhe zu besitzen, könne aber Gold im niedrigen sechsstelligen Bereich übergeben. Daraufhin wurde der Rentner aufgefordert das Gold in einer Plastiktüte zu verstauen und in seinem Anwesen auf die Übergabe zu warten.
Nach dem Anruf klingelte erneut das Telefon des über 80-Jährigen, diesmal gab sich eine unbekannte Täterin als Polizistin aus und gab an, aus sicherheitstechnischen Gründen das vorherige Gespräch mitgehört zu haben und warnte den älteren Herrn vor der Betrugsmasche an Senioren. Damit die Polizei den Täter festnehmen kann, wäre es dennoch wichtig dem Betrüger das Gold zu übergeben. Der Rentner glaubte der falschen Polizistin und überreichte kurze Zeit später dem unbekannten Täter persönlich das Gold.
Eine Verhaftung des Täters passierte im Anschluss nicht.
Als dem über 80-Jährigen der Betrug auffiel verständigte er selbstständig den Polizeinotruf 110.
Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei am vereinbarten Treffpunkt führte bislang nicht zur Ergreifung des Abholers und zur Auffindung der Wertsachen.
Die weiteren Ermittlungen werden vom Kommissariat 61 geführt.
Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden:
Männlich, ca. 20 Jahre alt, ca. 175 cm, braune Hose
Hinweis der Münchner Polizei:Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z.B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.
Ob falsche Ärzte, falsche Polizeibeamte, falsche Staatsanwälte…
Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!
• Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.
• Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.
• Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!
• Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!
Quelle: Polizeipräsidium München
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 7 Personen, 14-16 Jahre
- Tatzeit
- 23.01.2026 um 23:40 Uhr
- Tatort
- Bogenhausen, München
- Motiv
- Streit