Schockanruf-Betrug in Schwarzenfeld - Seniorin übergab Bargeld
Eine Seniorin erhielt am Freitagnachmittag einen Anruf von einer angeblichen Ärztin, die von einer schweren Krebserkrankung der Tochter berichtete. Unter diesem Druck übergab sie einem unbekannten Mann Bargeld im niedrigen fünfstelligen Bereich.
SCHWARZENFELD, LKR. SCHWANDORF. Am Freitagnachmittag, den 10. Oktober 2025, kam es in Schwarzenfeld zu einem Fall des sogenannten Schockanrufs. Eine Seniorin wurde von bislang unbekannten Tätern durch einen erfundenen Vorfall unter Druck gesetzt und zur Übergabe von Bargeld in fünfstelliger Höhe verleitet. Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Gegen 16:00 Uhr erhielt die Geschädigte einen Anruf von einer Frau, die sich als Ärztin der Universitätsklinik Regensburg ausgab. In besorgniserregendem Ton berichtete sie, dass die Tochter der Seniorin schwer an Krebs erkrankt sei. Ein angeblicher Chefarzt, der ebenfalls telefonisch hinzugeschaltet wurde, erklärte weiter, dass nur eine spezielle Injektion Heilung versprechen könne. Die Kosten für diese angeblich lebensrettende Spritze müsse die Familie selbst tragen.
Unter dem Eindruck dieser dramatischen Nachricht übergab die Seniorin einem unbekannten Mann in der Bergstraße in Schwarzenfeld eine Bargeldsumme im niedrigen fünfstelligen Eurobereich.
Die Masche sogenannter Schockanrufe ist weiterhin verbreitet. Dabei setzen Betrüger ihre Opfer gezielt durch emotionale Notlagen unter Druck – häufig mit angeblichen Notfällen von Angehörigen.
Die Polizei rät:
Bitte sprechen Sie auch mit älteren Angehörigen und Bekannten über diese Betrugsmasche.
Quelle: Polizeipräsidium Oberpfalz
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen
- Opfer
- 1 Person, weiblich
- Tatort
- Bergstraße, Schwarzenfeld