Großeinsatz gegen Steuerhinterziehung: über 60 Objekte durchsucht, Schaden im zweistelligen Millionenbereich
Die Ermittlungen richten sich gegen sieben Hauptbeschuldigte. Auch Luxusfahrzeuge sollen unter Umgehung von Sanktionen nach Russland gegangen sein.
Seit den frühen Morgenstunden des 05.11.26 laufen in NRW Durchsuchungen. Die Polizei Recklinghausen führt den Einsatz, parallel gibt es Maßnahmen in drei weiteren Bundesländern sowie in der Schweiz und in Spanien.
Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren unter Sachleitung der ZeOS NRW bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Der Vorwurf: gewerbs- und bandenmäßige Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz.
Die Ermittlungen richten sich gegen sieben Hauptbeschuldigte. Sie sollen über ein international verzweigtes Firmennetzwerk Gelder gewaschen und unberechtigte Vorsteuererstattungen erlangt haben. Der vorläufig ermittelte Schaden liegt im zweistelligen Millionenbetrag.
Zudem besteht der Verdacht, dass Luxusfahrzeuge über Drittstaaten nach Russland ausgeführt wurden, unter Umgehung bestehender Sanktionen. Bei dem Einsatz sollen über 60 Objekte durchsucht und mehrere Haftbefehle sowie Vermögensarreste im zweistelligen Millionenbereich vollstreckt werden.
Die Polizei setzt Hundertschaftskräfte, Spezialeinheiten und Diensthunde ein. In NRW sind Fahnder des Landesamtes zur Bekämpfung der Finanzkriminalität beteiligt. Weitere Angaben lassen sich wegen des Steuergeheimnisses derzeit nicht machen.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: polizei.nrw
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 7 Personen