Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr in Göppingen
Ein 27-Jähriger brachte am Dienstag einen Regionalzug durch seine Beine an der Bahnsteigkante zu einer Schnellbremsung. Der Zug fungierte als Waffe, da er nur knapp vor dem Mann zum Stehen kam. Der Verdächtige wurde festgenommen und in eine Klinik.
Am Dienstagmittag (14.04.2026) kam es am Bahnhof Göppingen zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr.
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen saß ein 27-Jähriger gegen 16:55 Uhr am Bahnsteig 6 und ließ seine Beine von der Bahnsteigkante hängen. Der Triebfahrzeugführer eines aus Stuttgart kommenden Regionalzuges erkannte die lebensgefährliche Situation noch rechtzeitig, gab mehrere Achtungspfiffe ab und leitete eine Schnellbremsung ein. Nachdem der Zug etwa 10 Meter vor dem deutschen Staatsangehörigen zum Stehen kam, stand dieser auf und begab sich wieder auf den Bahnsteig. Durch einen privat reisenden Beamten der Bundespolizei sowie einen Beamten des Zolls konnte der Tatverdächtige gestellt und kontrolliert werden. Im weiteren Verlauf wurde der Verdächtige, der mutmaßlich unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln stand, in eine Klinik verbracht.
Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr wurde eingeleitet.
Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor den Gefahren bei Aufenthalten im Gleisbereich. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt. Zudem wird die Sogwirkung von vorbei- und ausfahrenden Zügen meist nicht bedacht. Die weiße Linie an Bahnsteigen markiert den Sicherheitsabstand zum Gleis und ist in jedem Fall einzuhalten.
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 27 Jahre, männlich, german
- Tatzeit
- 14.04.2026 um 16:55 Uhr
- Tatort
- Göppingen