Versuchter Mord in Kiel — Pflasterstein auf Streifenwagen geworfen
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel
In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli kam es gegen 0:45 Uhr aus einem Wohnhaus heraus zu einem Pflastersteinwurf auf einen Streifenwagen. Der Stein durchschlug die Frontscheine. Der Stein traf die auf dem Beifahrersitz befindliche 25-jährige Polizeibeamtin an der Hand und am Sprunggelenk. Sie ist nicht mehr dienstfähig. Ihr 59-jähriger Kollege blieb unverletzt. Die Staatsanwaltschaft Kiel bewertet den Steinwurf als versuchtes Tötungsdelikt.
An dem sichergestellten Pflasterstein konnten DNA-Spuren sichergestellt werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel ordnete das Amtsgericht Kiel daher die Durchführung einer DNA-Reihenuntersuchung an. Betroffen sind alle Personen, die in dem Mehrfamilienhaus am Kurt-Schumacher-Platz 1 amtlich gemeldet oder tatsächlich wohnhaft sind und die zum Tatzeitpunkt das 14. Lebensjahr vollendet haben.
Seit heute Morgen um 6 Uhr vollstrecken die Einsatzkräfte der Bezirkskriminalinspektion Kiel mit Unterstützung der Bereitschaftspolizeiabteilung aus Eutin den richterlichen Beschluss. Die Maßnahmen finden in dem 25-geschossigen Gebäude statt, in dem mehr als 250 Personen wohnen.
Die Pressestelle der Polizeidirektion Kiel steht für Medienanfragen vor Ort am Kurt-Schumacher-Platz sowie unter den bekannten Rufnummern zur Verfügung.
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel Hanna Borgwardt, Staatsanwaltschaft Kiel
Quelle: Polizeidirektion Kiel
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person
- Opfer
- 1 Person, 25 Jahre, weiblich
- Tatzeit
- 02.07.2026 um 00:45 Uhr
- Tatort
- Kurt-Schumacher-Platz 1, Mettenhof, Kiel