Verurteilung nach Laserblendung eines Polizeihubschraubers

Landsberg am LechBayernVeröffentlicht am
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Der Vorfall ereignete sich bereits im Mai 2024 zur Nachtzeit. Eine  Besatzung der Polizeihubschrauberstaffel Bayern befand sich mit ihrem Polizeihubschrauber „Edelweiß 7“ zur Unterstützung der Suchmaßnahmen nach einer vermissten Person in Landsberg am Lech in der Luft.  Nach Ausdehnung des Suchgebietes auf Kaufering konnte der Vermisste durch Bodenkräfte aufgefunden werden. Fast gleichzeitig wurde die Besatzung in diesem Bereich von einem zunächst unbekannten Täter mit einem Laser geblendet. Die Wohnung des Tatverdächtigen konnte durch die Crew schnell lokalisiert und Streifen herangeführt werden. In der Wohnung des Tatverdächtigen wurde ein Laser aufgefunden. Nach dem Rückflug und der Landung am Flughafen München musste sich ein Besatzungsmitglied auf Grund gesundheitlicher Beschwerden in Folge der Laserblendung  in ein Münchner Klinikum begeben.

Mitte Februar kam es nun beim Amtsgericht Landsberg am Lech zur Gerichtsverhandlung. Der zuständige Richter verurteilte den Angeklagten wegen eines „Gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr“ und einer „Versuchten gefährlichen Körperverletzung“ zu einer Freiheitsstrafe von 10 Monaten auf Bewährung sowie zu einer Geldstrafe von 1.500,-- Euro für einen gemeinnützigen Zweck.

Die Polizeihubschrauberstaffel Bayern weist darauf hin, dass eine Laserblendung kein Kavaliersdelikt ist und der „Gefährliche Eingriff in den Luftverkehr“ mit einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren bestraft werden kann. Eine Laserblendung in der Luftfahrt kann durchaus  zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Crews und damit zum Kontrollverlust, im schlimmsten Fall zum Absturz eines Luftfahrzeuges, führen.

Des Weiteren kann es passieren, dass der Einsatz nach einer Laserblendung der Besatzung eines Polizeihubschraubers ab- oder unterbrochen werden muss. Dies könnte wiederum schwerwiegende gesundheitliche Folgen für beispielsweise vermisste Personen nach sich ziehen.

Tatdetails

Tatverdächtige
1 Person
Opfer
1 Person
Tatzeit
01.05.2024 um 01:00 Uhr
Tatort
Landsberg am Lech
Schaden
1,5k €

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