Festnahme von drei Tatverdächtigen wegen Kinderpornografie
Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens einer Bayerischen Landesbehörde wurden im Jahr 2024 bei der Durchsuchung der Wohnung eines 50-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz in München mehrere elektronische Speichermedien sichergestellt.
Bei deren Auswertung ergaben sich Hinweise auf kinderpornografische Inhalte. Daraufhin wurde das Kommissariat 17 der Münchner Kriminalpolizei über diesen Umstand informiert und mit den weiteren Ermittlungen betraut.
Aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse beantragte die Staatsanwaltschaft München I im September 2025 einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 50-Jährigen. Dieser wurde vom Amtsgericht München bestätigt und von der Polizei vollzogen. Dabei stellten die Einsatzkräfte erneut mehrere elektronische Speichermedien sicher.
Die anschließende Auswertung der Datenträger führte zum Verdacht, dass der 50-Jährige mit zwei weiteren Personen über kinderpornografische Inhalte kommuniziert haben soll. Dabei handelt es sich um einen 60-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz im Raum Rosenheim sowie einen 75-Jährigen mit deutscher Staatsangehörigkeit und Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck.
Am Dienstag, 08.07.2026, vollzogen mehrere Polizeidienststellen im Rahmen eines koordinierten Einsatzes und unter Leitung des Kommissariats 17 weitere Maßnahmen. Einsatzkräfte der Münchner Polizei nahmen den 50-Jährigen an seiner Wohnanschrift vorläufig fest. Zeitgleich vollstreckten Einsatzkräfte der Zielfahndung des Bayerischen Landeskriminalamtes in der bulgarischen Gemeinde Karnobat einen Europäischen Haftbefehl gegen den 75-Jährigen, der sich zwischenzeitlich nach Bulgarien abgesetzt hatte. Zudem durchsuchten Einsatzkräfte der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim die Wohnung des 60-Jährigen.
Bei den polizeilichen Maßnahmen wurden weitere elektronische Speichermedien sichergestellt. Diese werden derzeit kriminaltechnisch ausgewertet.
Der 75-Jährige befindet sich derzeit in Auslieferungshaft nach Deutschland.
Der 50-Jährige und der 60-Jährige wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Das Kommissariat 17 der Münchner Kriminalpolizei führt die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Inhalte gegen alle drei Tatverdächtigen.
Quelle: Polizeipräsidium München
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 3 Personen, 50, 60, 75 Jahre, männlich, deutsch
- Tatzeit
- 08.07.2026
- Tatort
- München