Ukrainer (16) kassiert bei Geldübergabe in Altötting 120.000 Euro Anlagebetrug - Polizei fasst ihn
Der 60-Jährige wurde mit einem KI-generierten Werbevideo hereingelegt. Bei der Übergabe eines weiteren fünfstelligen Betrags griff die Polizei zu.
Ein 60-Jähriger aus dem Landkreis Altötting ist Opfer eines professionell organisierten Anlagebetrugs geworden.
Ende März wurde er auf ein KI-manipuliertes Werbevideo aufmerksam, in dem bekannte Persönlichkeiten für eine Geldanlage warben. Nachdem er seine Kontaktdaten hinterlassen hatte, überzeugten ihn angebliche Anlageberater, in Kryptowährung zu investieren. Auf einer gefälschten Plattform wurde ihm eine steigende Wertentwicklung angezeigt, und er erhielt sogar eine kleine Auszahlung.
Ende Juni übergab er einen weiteren fünfstelligen Bargeldbetrag an einen Geldabholer. Als die versprochenen Auszahlungen ausblieben, forderten die Täter eine weitere hohe Summe. Der Mann misstraute und wandte sich an die Polizei.
Bei der geplanten Übergabe am 29. Juni nahmen die Beamten einen 16-jährigen Ukrainer fest, der als Geldabholer für eine überregional agierende Gruppe tätig gewesen sein soll. Der Schaden beträgt über 120.000 Euro.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen, 16 Jahre, männlich, ukrainisch
- Opfer
- 1 Person, 60 Jahre, männlich
- Tatort
- Landkreis Altötting
- Motiv
- Raub
- Schaden
- 120,0k €