Ammoniak strömt bei Rückbauarbeiten aus einer Leitung - 250 Einsatzkräfte bis 4:30 Uhr im Einsatz
Eine Person kommt schwer verletzt ins Krankenhaus, 41 weitere betreut das DRK. Die Feuerwehr dichtet die Leitung ab und schlägt die Gaswolke mit Wassernebel nieder.
Aus einer Leitung in einem Betrieb in der Hansestraße tritt Ammoniak aus. Auslöser sind Rückbauarbeiten mit einem Winkelschleifer.
Am Montag gegen 13 Uhr rückt die Feuerwehr zunächst wegen einer ausgelösten Brandmeldeanlage an. Vor Ort stellt sich der Gasaustritt heraus. Die Einsatzkräfte stufen den Einsatz auf "Gefahrgut 2" hoch und fordern weitere Kräfte nach.
Eine Person wird schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. 41 weitere betreut das Deutsche Rote Kreuz, danach dürfen sie nach Hause. Die Feuerwehr räumt das Umfeld großräumig, benachbarte Firmen stellen die Arbeit ein. Der Bauhof sperrt weiträumig ab, das Feuerwehrgerätehaus dient als Aufenthaltsort für die Betroffenen.
Atemschutzgeräteträger in Chemikalienschutzanzügen schiebern die Leitung ab und leiten das restliche Ammoniak kontrolliert ab. Wassernebel schlägt die Wolke nieder. Fortlaufende Messungen überwachen die Konzentration. Die Ausbreitung Richtung JVA wird abgewendet.
Rund 250 Einsatzkräfte aus mehreren Städten, Gemeinden und Landkreisen sind beteiligt, darunter Gefahrgutzüge, die Berufsfeuerwehr Hamburg und die Werkfeuerwehr DOW. Um 4:30 Uhr am Dienstag übergibt die Einsatzleitung die Stelle an die Polizei. Das betroffene Gebäude bleibt gesperrt, die umliegenden Betriebe arbeiten wieder.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)
Tatdetails
- Opfer
- 42 Personen
- Tatort
- Hansestraße, Bremervörde