Schockanruf-Betrugsversuch in Lübeck - Bankmitarbeiter verhindert Schaden
Eine 83-Jährige erhielt Anrufe eines Betrügers, der behauptete, ihr Neffe sitze nach einem tödlichen Unfall in Haft und benötige 10.000 Euro Kaution. Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin informierte die Polizei, die Frau zahlte das Geld zurück.
Bereits zwei Tage zuvor (12.02.2025) ist es in ähnlicher Weise zu einem Betrugsversuch mittels eines Schockanrufs gekommen, dessen Vollendung dank eines aufmerksamen Bankmitarbeiters verhindert werden konnte.
Eine 83-jährige Lübeckerin ist wiederholt durch einen unbekannten Anrufer kontaktiert worden. Der Tatverdächtige hat der Geschädigten mitgeteilt, dass ihr Neffe bei einem Verkehrsunfall eine Person tödlich verletzt habe und anschließend vom Unfallort geflohen sei. Er sei jedoch ermittelt und festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft habe eine Kaution von 10.000EUR festgesetzt.
Die 83-jährige Geschädigte suchte daraufhin eine Bankfiliale in Lübeck auf und hob dort die geforderte Geldsumme von ihrem Sparbuch ab. Der auszahlende Mitarbeiter fragte mehrmals, warum sie eine so hohe Geldsumme benötige.
Schließlich schilderte die Lübeckerin, dass sie das Geld für die Kaution brauche, um ihren Neffen aus der Haft zu befreien. Der sensibilisierte Mitarbeiter setzte die Polizei über den Vorfall in Kenntnis und wartetete gemeinsam mit der Geschädigten auf das Eintreffen der Polizeibeamten.
Die Lübeckerin konnte schließlich Kontakt mit ihrem Neffen aufnehmen, der sich während der gesamten Zeit bei seiner Arbeitsstelle aufgehalten hat, und zahlte das Geld wieder ein.
In diesem Fall ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts des versuchten Betrugs.
Quelle: Polizeidirektion Lübeck
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, männlich
- Opfer
- 1 Person, 83 Jahre, weiblich
- Tatort
- Lübeck