Kettentrick-Diebstahl in Ratingen — Seniorin bestohlen
Gegen 13:30 Uhr wurde die 86-Jährige an der Bechemer Straße in Höhe des Marktplatzes von einer humpelnden Frau angesprochen. Sie erzählte der Seniorin, dass ihr Mann vor kurzer Zeit verstorben sei und umarmte sie plötzlich.
Erst nachdem sich die Frau in Richtung eines Brillengeschäfts entfernt hatte, fiel der Ratingerin auf, dass ihre Goldhalskette entwendet worden war. Sie beschreibt die Täterin folgendermaßen:
- ungefähr 1,60 Meter groß- circa 30 Jahre alt- mit dunklen, zusammengebundenen Haaren- humpelnder Gang- dunkel bekleidet- sprach akzentfreies Deutsch
Die Kriminalpolizei ermittelt und fragt:.
So läuft der Kettentrick ab:
Die Kriminellen handeln meistens alleine oder in kleinen Gruppen. Sie suchen gezielt nach älteren Menschen, die sichtbar wertvollen Schmuck tragen.
Die Kontaktaufnahme
Die Taten finden in der Regel im öffentlichen Raum statt, also auf Straßen, Wegen, Plätzen oder auch in Cafés. Unter einem Vorwand nehmen die Kriminellen hier Kontakt zu ihren Opfern auf. Ein häufiger Vorwand ist die Bitte um eine Auskunft, beispielsweise eine Wegbeschreibung. Häufig geschieht die Ansprache auch aus einem langsam fahrenden Auto heraus.
Körperliche Nähe
Die Kriminellen täuschen eine überschwängliche Dankbarkeit für die gegebene Auskunft vor und nehmen diese Dankbarkeit zum Anlass, dem Opfer ein Geschenk in Form von billigem Modeschmuck (zum Beispiel Kette, Armband, Ring) zu machen. Durch die Überschwänglichkeit in Sprache und Gestik soll das Opfer überrumpelt und abgelenkt werden. Unter dem Vorwand, beim Anlegen des Schmucks zu helfen, nehmen sie körperliche Nähe zu ihrem Opfer auf, indem sie es beispielsweise umarmen oder die Hände oder Unterarme umfassen. In manchen Fällen wird aber auch einfach der Schmuck ohne Austauschen gestohlen.
Der Diebstahl
Während die Kriminellen den Modeschmuck anlegen, öffnen sie zeitgleich den Verschluss des echten Schmuckstücks und entwenden es unbemerkt. Oft bemerken die Betroffenen den Diebstahl erst später.
Die Polizei rät:
Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße körperlich nähern. Stehen Sie, zur Not auch energisch, für Ihren persönlichen Raum ein. Suchen Sie zudem offensiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen. Sprechen Sie gezielt andere Personen an oder rufen Sie um Hilfe. Verständigen Sie nach einem (versuchten) Diebstahl die Polizei über den Notruf 110 und geben Sie relevante Details (Aussehen, Fluchtrichtung) weiter, um der Polizei die Möglichkeit einer schnellen Fahndung zu eröffnen.
Quelle: polizei.nrw
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 30 Jahre, weiblich
- Opfer
- 1 Person, 86 Jahre, weiblich
- Tatzeit
- 11.06.2026 um 13:30 Uhr
- Tatort
- Bechemer Straße, Ratingen
- Motiv
- Raub