Flüchtiger Unfallfahrer in Delmenhorst per Polizeihubschrauber gestellt
Der Fahrer eines Mercedes kam von der Fahrbahn ab, kollidierte mit geparkten Autos und flüchtete in ein Waldstück am Hasportsee. Ein Polizeihubschrauber entdeckte ihn per Wärmebildkamera auf einem Flachdach.
Am Freitagabend gegen 21:33 Uhr wurde der Großleitstelle Oldenburg per sog. "eCall" ein Verkehrsunfall in der Seestraße in Delmenhorst gemeldet. Das automatisierte Notrufsystem alarmiert bei schweren Unfällen automatisch den Rettungsdienst und übermittelt den Standort des Unfallfahrzeugs. Vor Ort konnte durch die Polizei lediglich der stark unfallbeschädigte Mercedes vorgefunden werden. Dieser war offenbar von der Fahrbahn abgekommen und mit geparkten Fahrzeugen kollidiert. Mit mehreren Streifenwagenbesatzungen wurde nach dem flüchtigen Fahrzeugführer in einem angrenzenden Waldstück am Hasportsee gefahndet. Aus der Luft wurde die Suche durch einen Polizeihubschrauber unterstützt, auch weil in Anbetracht des Fahrzeugzustands schwere Verletzungen des Fahrzeugführers nicht auszuschließen waren. Um 22:41 Uhr konnte die Wärmebildkamera des Hubschraubers eine in der Fehmarnstraße auf einem Flachdach liegende Person ausmachen. Nach Eintreffen der Feuerwehr Delmenhorst konnte der Flüchtige das Flachdach über eine Leiter verlassen und von den Polizisten in Empfang genommen werden. Außer einer leichten Unterkühlung durch die bei Minusgraden länger andauernde Flucht erlitt der 20-Jährige aus der Gemeinde Ganderkesee keine unfallbedingten Verletzungen. Da er unter dem Einfluss von Cannabis stand, wurde eine Blutprobe entnommen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von etwa 30.000 Euro.
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 20 Jahre, männlich
- Tatort
- Seestraße, Delmenhorst
- Schaden
- 30,0k €