Anlagebetrug in Münster — Senioren um hohe Geldbeträge gebracht
In jüngster Vergangenheit haben unbekannte Täter ältere Menschen mit der Masche "Anlagebetrug" dazu gebracht, höhere Geldbeträge auf ein neu angelegtes Konto zu überweisen. Die Polizei warnt vor unseriösen Gewinnversprechen.
Die Polizei klärt auf: So gehen die Täter vor
Die Täter wecken das Interesse ihrer Opfer beispielsweise durch falsche Werbung angeblicher Prominenter oder vermeintlich lukrative Angebote mit hohen Renditeversprechen im Internet. Die Geschädigten folgen dann einem mutmaßlich harmlosen Link und geben im zweiten Schritt erste persönliche Kontaktdaten wie ihre Mailadresse oder Mobilnummer preis. Anschließend melden sich die angeblichen Finanzberater telefonisch und bauen ein Vertrauensverhältnis auf. Sie bringen die Geschädigten dazu, verschiedene Apps herunterzuladen, über die die Täter sich auf das Endgerät ihrer Opfer aufschalten lassen.
Im weiteren Verlauf überreden die Betrüger die Geschädigten zu einer ersten Transaktion. Um Sicherheit vorzutäsuschen, werden die Gelder anschließend an die Geschädigten zurücküberwiesen. Über Tage hinweg erfolgen weitere Anrufe. Häufig legen die Geschädigten unter Anleitung der Täter selbst neue Konten an. Die Täter übernehmen durch das Ändern von Zugangsdaten im weiteren Verlauf die Kontrolle darüber und transferieren das Geld auf andere Konten oder in Kryptowährung. Sie überreden die Geschädigten mit falschen Gewinnversprechen zu immer höheren Transaktionen. Der Betrug fällt oft erst dann auf, wenn die Opfer auf das Geld zugreifen möchten.
Aktuelle Betrugsfälle in Münster
In den vergangenen Tagen sind der Polizei Münster zwei solcher Fälle bekannt geworden.
Ein 85-Jähriger wurde im Internet auf angeblich hohe Geldgewinne durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz aufmerksam. Ihm wurde suggeriert: Je höher die überwiesene Summe, desto größer am Ende der Gewinn. Er überwies über mehrere Wochen unterschiedliche Geldbeträge. In einem zweiten Fall erhielt ein 67-Jähriger einen Anruf eines vermeintlichen Vergleichsportals. Er vereinbarte mit dem angeblichen Mitarbeiter des Portals die Eröffnung eines Festgeldkontos, auf dem der 67-Jährige Geld zu einem festen Zinssatz anlegen solle. Im Verlauf des Gesprächs eröffnete der Geschädigte weitere Konten in den Niederlanden und überwies hohe Geldsummen.
So können Sie sich vor Betrugsdelikten schützen
aufgefordert werden, ist besondere Vorsicht geboten. Hierbei handelt es sich in den allermeisten Fällen um einen Betrugsversuch.
Quelle: Polizei Münster
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen
- Opfer
- 2 Personen, 85, 67 Jahre, männlich
- Tatzeit
- 25.06.2026
- Tatort
- Münster