Schockanruf-Betrug in Hohenschäftlarn - Seniorin um fünfstelligen Betrag betrogen
Am Montag, 09.02.2026, gegen 13:15 Uhr, erhielt eine fast 90-jährige Deutsche mit Wohnsitz in Deutschland einen Anruf eines unbekannten Mannes.
Dieser gab an, dass die Tochter der fast 90-Jährigen einen Verkehrsunfall verursacht hätte, bei dem eine schwangere Frau tödlich verletzt worden wäre. Um einer drohenden Gefängnisstrafe zu entgehen, müsse die fast 90-Jährige nun eine Kaution in Höhe einer Million für ihre Tochter hinterlegen.
Im Verlauf des andauernden Gespräches telefonierte die fast 90-Jährige mit einem weiteren unbekannten Täter. Letztlich übergab die fast 90-Jährige gegen 16:40 Uhr an einen bislang unbekannten Abholer am Gartentor ihres Wohnanwesens einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag in einer weißen Tüte mit aufgedruckten Christbaumkugeln.
Als kurze Zeit später die Tochter der Geschädigten zu Besuch kam, fiel der Betrug auf, weshalb die Polizei informiert wurde.
Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Der Täter wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, sehr schlank, keine Brille; dunkel gekleidet mit schwarzem Kapuzenpullover
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich derGebhartstraße, Klosterstraße und Birgweg (Hohenschäftlarn)Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte und auch andere angebliche Amtspersonen (z. B. Richter, Staatsanwalt, etc.) verwenden häufig den Trick, dass ein Familienmitglied bzw. ein Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hat und nun zur Abwendung einer Haft oder sonstigen Festhaltung eine entsprechende Kaution fällig sei.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen echten Anruf handeln könnte. Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.
Dieser Hinweis gilt außerdem für Betrugsmaschen ähnlicher Art. Wenn Sie Anrufe von vermeintlichen Personen anderer Behörden erhalten, vergewissern Sie sich über einen unabhängigen Anruf bei dieser Behörde oder beim Polizeinotruf 110, ob der Anrufer tatsächlich in deren Auftrag bei Ihnen angerufen hat.
Wichtige Tipps gegen den Betrug durch Falsche Polizeibeamte:
Quelle: Polizeipräsidium München
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, männlich
- Opfer
- 1 Person, 90+ Jahre, weiblich, deutsch
- Tatzeit
- 09.02.2026 um 13:15 Uhr
- Tatort
- Gebhartstraße, Hohenschäftlarn, München
- Motiv
- Raub
- Schaden
- 50,0k €