Verkehrsunfall zwischen S-Bahn und Pkw in Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Eine Person verstorben
Am Donnerstag, 12.02.2026, gegen 18:30 Uhr, fuhr eine 53-jährige Deutsche mit Wohnsitz im Landkreis Traunstein mit einem Fiat Pkw auf der Staatsstraße 2078 in Richtung der Rosenheimer Straße in Höhenkirchen-Siegertsbrunn.
An der Einmündung zur Faistenhaarer Straße bog sie nach rechts ab. Hier verlaufen parallel zur Staatsstraße 2078 Bahngleise, die die 53-Jährige hat überqueren müssen, um auf der Faistenhaarer Straße weiter zu fahren. Der Bahnübergang ist an dieser Stelle unbeschrankt. Die 53-Jährige übersah das aktive rote Blinklicht des Bahnübergangs und wollte die Gleise queren.
Zur selben Zeit fuhr ein S-Bahn-Triebfahrzeugführer der Linie 5 die Bahnstrecke, ebenfalls in Richtung Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Trotz eingeleiteter Schnellbremsung erfasste die S-Bahn den Pkw der 53-Jährigen frontal auf der rechten Seite. Der Pkw wurde hierdurch mehrere hundert Meter mitgeschleift, bevor die S-Bahn endgültig zum Stillstand kam.
Die 53-Jährige verstarb noch vor Ort aufgrund ihrer erlittenen Verletzungen. Ein ebenfalls in dem Pkw befindlicher Hund wurde leicht verletzt. Dieser wurde in die Tierklinik verbracht. Der Triebfahrzeugführer und alle Insassen der S-Bahn blieben unverletzt.
Der Pkw wurde total beschädigt und musste durch einen Abschleppdienst und die Feuerwehr geborgen werden. An der S-Bahn entstand ein leichter Sachschaden.
Die Staatsstraße 2078 musste während der Unfallaufnahme für mehrere Stunden gesperrt werden. Zudem wurde ein Gutachter hinzugezogen.
Wie bereits berichtet, hielt sich ein 24-Jähriger mit deutsch-tunesischer Staatsangehörigkeit und mit Wohnsitz in München am Samstag, 13.09.2025, gegen 22:40 Uhr, an einer Tankstelle in der Lortzingstraße auf. Mit ihm befanden sich auf dem Tankstellengelände eine männliche und eine weibliche Person, welche sich über einen bevorstehenden Überfall auf die Tankstelle unterhielten. Dieses Gespräch bekam der 24-Jährige mit und konnte zudem einen Pistolengriff in der Oberbekleidung des Mannes feststellen.
Als der 24-Jährige die Personen darauf ansprach, kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen der männlichen Person und dem 24-Jährigen. Im Zuge dieser Auseinandersetzung schoss der Täter mehrmals mit der mitgeführten Schusswaffe auf den 24-Jährigen, dabei erlitt er eine Verletzung am Hinterkopf. Dem 24-Jährigen kam ein vor Ort anwesender Bekannter zu Hilfe, so dass sie dem Täter die Schusswaffe abnehmen konnten und dieser sich zusammen mit seiner Begleiterin entfernte.
Als sich der 24-Jährige am nächsten Tag zur Behandlung seiner Wunde in ein Krankenhaus begab, wurde die Polizei über den Vorfall informiert. Im Rahmen der Anzeigenaufnahme wurde die Tatwaffe sichergestellt. Es handelt sich bei der Schusswaffe um eine Luftdruckpistole, die mit Gaskartuschen Stahlkugeln verschießt, weshalb der 24-Jährige trotz der vielen Schussabgaben durch den Täter nur eine blutende Verletzung an seinem Hinterkopf erlitt, wo eine dieser Kugeln feststeckte.
Durch einen DNA-Treffer von einer an der Schusswaffe gesicherten Spur, konnte mit Hilfe des Bayerischen Landeskriminalamtes ein 18-Jähriger mit deutsch-spanischer Staatsangehörigkeit und mit Wohnsitz in Fürstenfeldbruck als Tatverdächtiger identifiziert werden und letztendlich auch seine Begleiterin, eine 17-Jährige mit serbischer Staatsangehörigkeit und mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck ermittelt werden.
Bei einer Durchsuchung am Wohnsitz des 18-Jährigen konnte sowohl Zubehör der Tatwaffe sowie auch die Tatkleidung aufgefunden werden.
Das Kommissariat 21 führt weiterhin die Ermittlungen.
Quelle: Polizeipräsidium München
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person
- Opfer
- 1 Person, 53 Jahre, weiblich, deutsch
- Tatzeit
- 12.02.2026 um 18:30 Uhr
- Tatort
- Staatsstraße 2078, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, München