Falscher Notruf in Seifersdorf - Missbrauch von Notrufen
Ein vorsätzlicher Notruf über eine leblose Frau im Keller löste am Samstagabend einen Großeinsatz von Rettungskräften aus. Vor Ort stellte sich die Meldung als falsch heraus, da die betroffene Person wohlbehalten war. Gegen die Anruferin wird ermittelt.
Am Samstagabend ist bei der Integrierten Rettungsleitstelle Hoyerswerda ein Notruf eingegangen, in dem eine 47-jährige deutsche Mitteilerin angab, eine leblose Frau im Keller eines Wohnhauses in der Lomnitzer Straße aufgefunden zu haben. Nach ihren Angaben seien bereits Reanimationsmaßnahmen eingeleitet worden.
Daraufhin wurden Rettungsdienst, Feuerwehr sowie Polizeikräfte zum Einsatzort entsandt. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte den geschilderten Sachverhalt jedoch nicht bestätigen. Eine Durchsuchung des Kellerbereichs sowie der Wohnräume ergab, dass sich keine leblose Person im Gebäude befand. Die angeblich betroffene Frau wurde wohlbehalten angetroffen. Eine medizinische Notlage lag zu keinem Zeitpunkt vor.
Im Rahmen weiterer Ermittlungen stellten die Polizeibeamten fest, dass für den Notruf kein tatsächlicher Anlass bestand. Der Sachverhalt erwies sich als vorsätzliche Falschmeldung. Durch den unnötigen Einsatz der Rettungskräfte entstand ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden, zudem wurden Einsatzmittel gebunden, die für echte Notfälle hätten benötigt werden können.
Die Polizei hat eine Anzeige wegen des Verdachts des Missbrauchs von Notrufen aufgenommen.
Quelle: Polizeidirektion Görlitz
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 47 Jahre, weiblich, deutsch
- Tatzeit
- 07.03.2026 um 19:44 Uhr
- Tatort
- Lomnitzer Straße, OT Seifersdorf, Wachau