Schockanruf in Sendling — Seniorin um Geld und Gold betrogen

MünchenBayernVeröffentlicht am
0

Am Dienstag, 26.05.2026, gegen 16:30 Uhr, erhielt eine über 70-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München einen Anruf. Eine unbekannte Anruferin teilte der Seniorin mit, dass ihr Bruder an Darmkrebs erkrankt sei und für eine Chemotherapie ein Pfand hinterlegt werden müsse.

Kurze Zeit später übergab die Seniorin an ihrer Wohnadresse Bargeld und Goldmünzen an einen unbekannten Abholer. Als die Seniorin den Betrug kurz nach der Abholung bemerkte, verständigte sie den Polizeinotruf 110.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden:Männlich, ca. 180 cm, schlanke Statur, südeuropäisches Erscheinungsbild; trug helle Oberbekleidung

Zeugenaufruf:Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Brudermühlstraße, Thalkirchner Straße, und Schäftlarnstraße (Sendling) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis der Münchner Polizei:Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z.B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!

Grundsätzlich verlangen Krankenhäuser oder Polizei/Staatsanwaltschaften/Gerichte niemals Barzahlungen oder schicken Boten zur Geldabholung.

Geben Sie keine vertraulichen Informationen heraus und versuchen Sie die angeblich erkrankte Person direkt zu kontaktieren.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände!

Wählen Sie im Zweifel immer die Notrufnummer 110, wir sind jederzeit für Sie erreichbar!

Quelle: Polizeipräsidium München

Tatdetails

Tatverdächtige
2 Personen, männlich
Opfer
1 Person, 70 Jahre, weiblich, deutsch
Tatzeit
26.05.2026 um 16:30 Uhr
Tatort
Sendling, München
Motiv
Raub

Mehr zu Betrug