Rauschgiftfahnder heben mutmaßliches Drogenlabor aus, Polizisten stoßen bei Einbruchsprüfung darauf
Das Labor im Kreis Segeberg war nicht in Betrieb und wurde bereits aufgelöst. Die Ermittler durchsuchten zudem die Wohnung eines 27-jährigen Aserbaidschaners in Kaltenkirchen.
Bei der Aufnahme eines Wohnungseinbruchs überprüften örtliche Beamte ein vermietetes Nebengebäude auf Aufbruchspuren. Dort stießen sie auf Herstellungsapparaturen und Chemikalien.
Die Rauschgiftfahnder der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Kiel hoben das offenkundig illegal betriebene Labor am Freitag, 30. Oktober 2026, im Kreis Segeberg aus. Das Labor war nicht in Betrieb und befand sich bereits in der Auflösung.
Spezialisierte Fahnder nahmen mit Toxikologen und Kriminaltechnikern eine umfangreiche Spurensuche vor und sicherten Proben der Chemikalien. Ein spezialisierter Abfallentsorger transportierte die Apparaturen ab. Welche Drogen dort entstanden, sollen chemische Analysen im Kriminaltechnischen Institut des LKA zeigen.
Mit Unterstützung der 2. Einsatzhundertschaft durchsuchten die Ermittler die Wohnung eines 27-jährigen Mannes mit aserbaidschanischer Staatsangehörigkeit in Kaltenkirchen. Er steht im Verdacht, mit dem Labor in Verbindung zu stehen. Nach vorläufiger Einschätzung hängen auch die illegal entsorgten Kanister in Lutzhorn und Heidmoor mit dem Labor zusammen.
Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung - Quelle: Landeskriminalamt Schleswig-Holstein
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 27 Jahre, männlich, aserbaidschanisch
- Motiv
- Drogen