Durchsuchungsbeschlüsse wegen Raubtaten in Berlin - Sechs Tatverdächtige ermittelt
Sechs Jugendliche lockten mutmaßliche Pädophile über Fakeprofile zu Treffen, bei denen sie diese mit Schlagringen, Messern und Elektroimpulsgeräten angriffen und ausraubten. Die Verdächtigen wurden nach Durchsuchungen kurzzeitig festgenommen.
Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin
Gestern Morgen vollstreckten rund 50 Polizeieinsatzkräfte des Landeskriminalamtes Berlin im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin Durchsuchungsbeschlüsse in Neu-Hohenschönhausen, Alt-Hohenschönhausen, Köpenick und Lichtenrade gegen sechs Tatverdächtige, die sich mutmaßlich in Chatgruppen zu Taten zum Nachteil ihrer Ansicht nach Pädophiler verabredet hatten. Mit Fakeprofilen sollen sich die Beschuldigten im Alter von 16 bis 18 Jahren in den Chatgruppen als minderjährige Personen ausgegeben haben. Infolgedessen sollen sie bewusst Kontakt zu mutmaßlichen Pädophilen aufgenommen haben. Unter einem vermeintlichen Vorwand soll es in diesem Zusammenhang zu mehreren Verabredungen im Freien gekommen sein, bei denen die Betroffenen mutmaßlich angegriffen und teilweise um Wertgegenstände beraubt wurden. Im Zuge der Durchsuchungen wurden ein Schlagring, ein Messer, ein Elektroimpulsgerät sowie diverse mobile Endgeräte, digitale Speichermedien und Tatkleidung sichergestellt und anschließend
beschlagnahmt. Die sechs Tatverdächtigen kamen für erkennungsdienstliche Maßnahmen in Polizeigewahrsam, aus dem sie im Anschluss wieder entlassen wurden. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Polizei Berlin
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 6 Personen, 16-18 Jahre
- Tatzeit
- 22.04.2026 um 08:00 Uhr
- Tatort
- Berlin
- Motiv
- Raub