Widerstand und Festnahmen bei Demozug in Berlin-Kreuzberg
Beim Ende eines Demozugs mit rund 430 Teilnehmenden drangen etwa 25 Personen auf die Fahrbahn. Es kam zu Widerstand und einer versuchten Gefangenenbefreiung, ein Mann wurde festgenommen. Zwei Polizisten wurden leicht verletzt.
An diesem Aufzug unter dem Motto “Solidarität statt Milliardär*innen-Dinner – Antifaschistischer queerfeministischer Demozug zum Welt Wirtschaftsgipfel!“ nahmen in der Spitze etwa 430 Personen teil. Als gegen 18 Uhr der Aufzug den Endplatz auf der Kreuzung Rudi-Dutschke-Straße Ecke Lindenstraße erreicht hatte, betraten Versammlungsteilnehmende der Kundgebung die Fahrbahn der Rudi-Dutschke-Straße. Zeitgleich versuchten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Aufzuges die Absperrungen der Einsatzkräfte zu durchbrechen. Die Einsatzkräfte mussten unmittelbaren Zwang anwenden, um dies zu verhindern. Rund 25 Personen, die die optische Führung der Polizeikräfte durchbrochen hatten, setzten sich dann auf die Fahrbahn. Das Übersteigen der Absperrgitter durch die Teilnehmenden wurde von Einsatzkräften unter dem Einsatz von Zwangsmaßnahmen verhindert. Gegen 18:15 Uhr mussten die Einsatzkräfte nach einer versuchten Gefangenenbefreiung freiheitsbeschränkende Maßnahmen gegen einen Teilnehmer durchführen. Die Versammlungsleiterin meldete nun eine weitere Kundgebung am gleichen Ort an, die jedoch von der Einsatzleitung untersagt wurde. Die auf der Fahrbahn sitzenden Teilnehmenden wurden mit Lautsprecherdurchsagen dazu aufgefordert, die Fahrbahn zu verlassen. Gleichsam wurden Zwangsmaßnahmen angedroht, falls den Aufforderungen nicht nachgekommen wird. Hierbei mussten Polizeikräfte einen Mann nach Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte festnehmen. Gegen 19:10 Uhr begaben sich erneut rund 50 Personen auf die Fahrbahn der Lindenstraße. Bei der Zurückführung der Teilnehmenden kam es erneut zu Widerstandshandlungen gegen die Einsatzkräfte, die daraufhin abermals mit der Anwendung unmittelbaren Zwangs reagieren mussten. Der Aufzug wurde am Endplatz kurz nach 20 Uhr beendet.
Bei dem Einsatz wurden zwei Polizeikräfte leicht verletzt, sie konnten jedoch ihren Dienst fortsetzen. Insgesamt führten die Einsatzkräfte gegen sechs Personen freiheitsbeschränkende Maßnahmen durch und leiteten sieben Strafermittlungsverfahren, unter anderem wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs und des Widerstands gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung und Sachbeschädigung ein.
Quelle: Polizei Berlin
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 25 Personen
- Opfer
- 2 Personen
- Tatort
- Rudi-Dutschke-Straße, Kreuzberg, Berlin