Falschfahrt im Warnowtunnel - 53-Jährige gefährdete Verkehrsteilnehmer
Eine 53-Jährige befuhr gegen 17:35 Uhr mit einem BMW den Warnowtunnel in falscher Richtung und zwang dabei einen Verkehrsteilnehmer zum Ausweichen.
Am gestrigen Nachmittag wurde der Polizei eine Falschfahrerin im Warnowtunnel auf der B105 bei Rostock gemeldet. Laut Zeugenaussagen fuhr gegen 17:35 Uhr ein BMW aus Richtung Mautstelle kommend in den Warnowtunnel auf der falschen Fahrbahn in Fahrtrichtung Lütten Klein ein. Kurz hinter dem Tunnelausgang musste die Fahrzeugführerin dann die Fahrt stoppen, da eine geschlossene Bedarfsschranke die Weiterfahrt unterband. Im Anschluss wendete das Fahrzeug und fuhr wieder zur Mautstation. Hier konnte das Fahrzeug von den eingesetzten Polizeibeamten des Autobahnpolizeireviers Dummerstorf angetroffen und kontrolliert werden. Als Fahrzeugführerin wurde eine 53-Jährige Deutsche angetroffen, die ihren Fehler eingestand. Laut ihrer Aussage befand sich kurz zuvor eine Baustelle im Bereich des Warnowtunnels, sodass die Tunnelröhre nach Lütten Klein gesperrt war und der Fahrzeugverkehr, welcher von der BAB19 kam, auf die Gegenfahrbahn geleitet wurde und sich Verkehrsteilnehmer beider Fahrtrichtungen mittels baulicher Trennung die freie Tunnelröhre teilten. In der Annahme, dass die Verkehrsregelung in der Form weiterbestände, befuhr sie die Gegenfahrbahn.
Offenbar kam es während der sog. "Geisterfahrt" zu einer konkreten Gefährdung eines Verkehrsteilnehmers. Dieser musste der 53-Jährigen ausweichen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.
Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs. Der Führerschein der Frau wurde sichergestellt.
Quelle: Polizeipräsidium Rostock
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 53 Jahre, weiblich, deutsch
- Tatort
- B105, Rostock