Polizeipräsidenten zu Fan-Gewalt - Ausschreitungen am Kölner Hauptbahnhof
Am Samstagmorgen kam es im Hauptbahnhof zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Schalke 04 und Borussia Dortmund. Die Polizeipräsidenten von Dortmund und Gelsenkirchen kündigten Konsequenzen an; die Ermittlungen dauern an.
Dortmund/Gelsenkirchen/Köln, 2. November 2025
Am Samstagmorgen, dem 1. November 2025, kam es im Kölner Hauptbahnhof zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen offensichtlich gewaltorientierten Anhängern der Vereine FC Schalke 04 und Borussia Dortmund. Mehrere Medien haben darüber bereits berichtet.
Die Polizeipräsidenten von Dortmund, Gregor Lange, und von Gelsenkirchen, Tim Frommeyer, nahmen am Sonntag gemeinsam Stellung zu den Ausschreitungen:
"Wir nehmen zur Kenntnis, dass sich die Spirale der Gewalt in und um die Stadien der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga seit einigen Monaten immer schneller dreht. Immer wieder scheinen sich vermeintliche 'Fans' aktiv zu verabreden, um sich gegenseitig brutal zu attackieren. Das geschieht häufig abseits der Stadien. Dabei geraten bei diesen sogenannten Drittort-Auseinandersetzungen auch Unbeteiligte zwischen die Schläger. Polizistinnen und Polizisten, die die Pflicht haben, solche Straftaten zu unterbinden, werden angegriffen und nicht selten verletzt.
Diese Gewaltexzesse haben direkten Einfluss auf das Vertrauen der Polizei in die Szene und werden Konsequenzen haben. Straftaten jeglicher Art - egal von wem sie begangen werden - haben im Sport keinen Platz.
Wir werden hier städte- und landesübergreifend unseren gemeinsamen Beitrag leisten, um diese Taten aufzuklären, Tatverdächtige zu identifizieren und sie dafür zur Verantwortung ziehen. Wir werden darüber hinaus alles dafür tun, dass das sich solche oder ähnliche Taten auch nicht Zukunft nicht wiederholen können. Dabei arbeiten wir als Behörden eng und vertrauensvoll zusammen.
Distanz zu diesen gewalttätigen Gruppen und Personen, Stadionverbote und eine aktive Unterstützung der behördlichen Ermittlungsarbeit, ist das was die Vereine leisten können und müssen, um hier gemeinsam und nachhaltig etwas zu verändern.
Gemeinsames Ziel von Vereinen und Polizei muss es sein, dass künftig nicht einige hundert Chaoten dafür sorgen, dass Fußballspiele - die für zehntausende Menschen Feste sind - immer mehr zu aufwändigen Hochsicherheitsangelegenheiten werden."
Hintergrund:
In den vergangenen Monaten kam es wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern verschiedener Fußballvereine. Zu den relevanten Fällen zählen:
s. hierzu:https://dortmund.polizei.nrw/presse/auseinandersetzung-vor-drittligaspiel-polizei-spricht-110-platzverweise-aus
https://dortmund.polizei.nrw/presse/auseinandersetzung-zwischen-gewaltbereiten-fussballanhaengern-bundespolizei-und-polizei-dortmund-fertigen-zahlreiche-strafanzeigen-und-stellen-passivbewaffnung-sicher
s. hierzu:https://gelsenkirchen.polizei.nrw/presse/unbekannte-stuermen-feier-in-rotthausen
In allen genannten Fällen dauern die Ermittlungen weiterhin an. Gleiches gilt für den Vorfall vom gestrigen Samstag im Kölner Hauptbahnhof.
Quelle: Polizei Gelsenkirchen
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen
- Tatort
- Köln