Schockanrufe in Dessau-Roßlau

Mit der Behauptung eines tödlichen Unfalls versuchten Betrüger am 4. März bei zwei Frauen im Alter von 65 und 72 Jahren hohe Kautionszahlungen zu erpressen. Beide Geschädigte reagierten besonnen, kontaktierten ihre Angehörigen und beendeten die Anrufe.

Dessau-RoßlauSachsen-AnhaltVeröffentlicht am
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Schockanrufe

Zwei sogenannte Schockanrufe wurden der Polizei in Dessau-Roßlau am 04. März 2026 mitgeteilt.

Telefonisch teilte eine 72-Jährige der Polizei in Dessau-Roßlau mit, dass sie am frühen Nachmittag einen Anruf mit unterdrückter Telefonnummer entgegennahm. Der Anrufer gab an, dass der Sohn einen Unfall verursacht habe, bei der eine Frau gestorben und ein Kind schwer verletzt wurde. Gegen Zahlung einer Kaution im mittleren fünfstelligen Bereich könne der Sohn freigelassen werden. Weiterhin nannte der Anrufer ihre Adresse. Zudem war im Hintergrund eine weinende weibliche Person zu hören. Obwohl die Geschädigte zunächst geschockt war, tat sie genau das Richtige und kontaktierte ihren Sohn. Als sie erfuhr, dass es ihm gut gehe und es keinen Unfall gab, beendete sie das Gespräch und informierte die Polizei.

In den Abendstunden nahm eine 65-jährige Geschädigte einen Anruf entgegen, bei dem die Telefonnummer unterdrückt war. Der Anrufer gab sich als Polizist aus und erklärte, dass die Kinder der Geschädigten in einen Unfall verwickelt seien. Daraufhin fragte die Geschädigte den Anrufer direkt, ob er Geld fordere und beendete daraufhin das Telefonat. Im Anschluss vergewisserte sie sich bei ihren Kindern, ob es ihnen gut gehe, was diese ihr gegenüber bestätigen konnten.

In beiden Fällen konnte durch das richtige und besonnene Handeln der Geschädigten ein Vermögensschaden vermieden werden.

Quelle: Polizei Sachsen-Anhalt