Betrügerische Teerkolonnen im Landkreis Landshut — Warnhinweis

LandshutBayernVeröffentlicht am
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LKR. LANDSHUT. Seit Beginn der Woche (18.05.2026) treten im Landkreis Landshut vermehrt betrügerische Teerkolonnen auf. Warnhinweis des Polizeipräsidiums Niederbayern.

Am 19.05.2026 gegen 10.00 Uhr wurde einem 61-jährigen Bewohner in Schalkham von einer Gruppe Bauarbeiter kostenlos Teer angeboten. Dieser sei angeblich bei Bauarbeiten bei einer Firma übriggeblieben. Da dieser zustimmte, kamen nachmittags zwei Lkw und mehrere Pkw auf sein Grundstück und die Arbeiter begannen zu teeren. Nachdem die Asphaltarbeiten mehr als mangelhaft beendet waren, verlangten sie 4000 Euro. Da sie den 61-Jährigen unter Druck setzten und bedrängten, übergab dieser eine niedrige vierstellige Bargeldsumme. Erst danach verließen die Arbeiter das Grundstück. Die Polizeiinspektion Rottenburg a.d.Laaber hat die Ermittlungen hierzu aufgenommen.

Gegen 11.00 Uhr teilte ein aufmerksamer Bürger der Polizeiinspektion Vilsbiburg Arbeiter mit polnischen Fahrzeugen mit, welche Teerarbeiten anboten. Zwei Fahrzeuge mit polnischer Zulassung konnten schließlich in Baierbach fesgestellt werden. Ermittlungen ergaben, dass die drei Fahrzeuginsassen zuvor bereits bei einer Firma in Bodenkirchen ihre Teerarbeiten erfolglos anboten. Es handelte sich dabei um zwei Männer (32 und 35 Jahre) mit polnischer Staatsangehörigkeit und um einen 30-Jährigen mit britischer Staatsangehörigkeit. Sie besitzen keinerlei Gewerbeberechtigungen und traten in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Betrugsdelikten polizeilich in Erscheinung.

Im Bereich Rottenburg a.d.Laaber, Hohenthann, Bayerbach bei Ergoldsbach sowie in Oberdörnbach gab es ebenfalls bereits Mitteilungen von Bürgern über das Auftteten betrügereischer Teerkolonnen.

Das Vorgehen der Betrüger

Die Betrüger bieten an der Haustür kurzfristig Teerarbeiten an, da sie angeblich von nahegelegenen Baustellen Restmaterial übrig hätten. Für die Arbeiten wäre nur ein geringes "Taschengeld" zu bezahlen. Sobald die Asphaltarbeiten beginnen, werden oft größere Flächen als vereinbart bearbeitet. Nach Abschluss wird oft unter massivem Druck die sofortige Barzahlung von Summen gefordert, die das ursprüngliche Angebot um das Vielfache übersteigen.

Die Qualität der Arbeiten ist meist zudem mangelhaft. Der Asphalt wird ohne stabilen Untergrund direkt aufgetragen, was nach kurzer Zeit zu Rissen führt. Zudem fehlen den Tätern in der Regel Gewerbeberechtigungen und ordnungsgemäße Rechnungen.

Typische Warnsignale

Verhaltenstipps

Medienkontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, POKin Hiller, Tel. 09421/868-1013Veröffentlicht: 22.05.2026, 09.50 Uhr

Quelle: Polizeipräsidium Niederbayern

Tatdetails

Tatverdächtige
3 Personen, 32 Jahre, männlich, polnisch
Opfer
1 Person, 61 Jahre, männlich
Tatzeit
19.05.2026 um 10:00 Uhr
Tatort
Schalkham, Landshut
Motiv
Raub
Schaden
4,0k €

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