Erpressung mit Nacktbildern in Iserlohn — Mann zahlt mehrfach

IserlohnNordrhein-WestfalenVeröffentlicht am
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Ausgezogen und abgezogen: Ein Iserlohner wird wegen Nacktaufnahmen erpresst. Er ist auf eine bekannte Betrugsmasche in sozialen Netzwerken hereingefallen. Vor kurzer Zeit erhielt er auf Instagram eine "nette" Freundschaftsanfrage einer Frau. Nach kurzer Zeit bat sie ihn um ein Nacktbild. Der Iserlohner erlag der Versuchung. Postwendend forderte die unbekannte Person Codes von Geldkarten. Ansonsten werde sie das Foto seiner Frau schicken und in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Der Iserlohner zahlte mehrmals. Damit waren die Forderungen jedoch nicht erledigt. Zuletzt forderte die oder der Betrüger einmal wöchentliche Zahlungen. Um seine Forderungen zu untermauern, verschickte der Betrüger oder die Betrügerin angebliche Fotos aus einer Polizeiwache. Dort werde er oder sie den Iserlohner anzeigen, wenn er kein Geld mehr zahle. Der Iserlohner trat die Flucht nach vorn an und zeigte die Erpressung seinerseits bei der Polizei an. Die bearbeitet solche Fälle leider immer wieder. Vor allem Männer lassen sich schnell erweichen, der vermeintlichen Schönheit im sozialen Netzwerk oder auf Flirt-Portalen Nacktfotos zu schicken oder sich vor der Webcam zu entblößen. Fast immer folgen umgehend Geldforderungen. Die Erfahrung bestätigt auch, was dem Iserlohner widerfahren ist: Wer einmal zahlt, wird die Erpresser erst recht nicht los, sondern riskiert immer weitergehende, höhere Forderungen. Nutzer sozialer Netzwerke müssen sich darüber im Klaren sein: Alles, was sie veröffentlichen, kann gegen sie verwendet werden und lässt sich nie wieder "zurückholen" oder löschen. Zu den sensiblen "Daten" gehören neben Fotos auch Passkopien, die noch Jahre später für betrügerische Machenschaften nutzbar sind. Die Täter sitzen oft im weit entfernen, außereuropäischen Ausland.

Tatdetails

Tatverdächtige
1 Person
Opfer
1 Person, männlich
Tatzeit
11.08.2026
Tatort
Iserlohn
Motiv
Raub

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