Gefälschte Erste-Hilfe-Bescheinigungen in München - zwei 45-Jährige angezeigt
Zwei 45-Jährige stellten gefälschte Erste-Hilfe-Bescheinigungen her und verkauften sie für bis zu 100 Euro an Fahrschüler. Bei einer Prüfung von über 500 Bescheinigungen fielen 51 Totalfälschungen auf, auch gegen die Fahrschüler wurde angezeigt.
Im Rahmen anderweitiger Ermittlungen durch die Münchner Kriminalpolizei konnte in Erfahrung gebracht werden, dass zwei 45-Jährige mit Wohnsitz in München gefälschte Erste-Hilfe-Bescheinigungen herstellten und an mehrere Fahrschüler zur Erlangung einer Fahrerlaubnis verkauften. Diese Fälschungen wurden im Anschluss über eine Münchner Fahrschule mit der Beantragung der Fahrerlaubnis des jeweiligen Fahrschülers der Fahrerlaubnisbehörde der Stadt München vorgelegt. Für die Fälschungen erhielten die beiden 45-Jährigen jeweils bis zu 100,- Euro an Entgelt.
Bei einer Überprüfung von über 500 Erste-Hilfe-Bescheinigungen bei der Fahrerlaubnisbehörde der Stadt München sowie weiterer Fahrerlaubnisbehörden in Bayern durch die Münchner Polizei konnten insgesamt 51 Totalfälschungen erkannt werden.
Neben den beiden 45-Jährigen wurde gegen 51 Fahrschüler eine Strafanzeige wegen Urkundenfälschung eingeleitet. Ferner wurden die zuständigen Fahrerlaubnisbehörden mit dem Ziel der Prüfung der Eignung der Fahrschüler über die Fälschungen informiert.
Einer der 45-Jährigen ist als Angestellter in der Münchner Fahrschule, welche die Bescheinigungen der Fahrerlaubnisbehörde vorlegte, tätig.
Über die Staatsanwaltschaft München I wurden gerichtliche Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnadressen der beiden 45-Jährigen erwirkt. Bei der Durchsuchung am 26.03.2024 durch das Kommissariat 34 wurden weitere Blanko-Erste-Hilfe Bescheinigungen eines privaten Sanitätsdienstes sowie mehrere Datenträger aufgefunden und sichergestellt.
Die Ermittlungen in dieser Sache werden vom Kommissariat 34 geführt.
Quelle: Polizeipräsidium München
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen, 45 Jahre
- Tatort
- München