Vorgetäuschter Raubüberfall in Hohenstücken

Nachdem ein 39-Jähriger am Freitagabend behauptete, von zwei Männern mit einem Messer am Unterarm verletzt und ausgeraubt worden zu sein, entpuppte sich der Vorfall als Lüge. Er fügte sich die Schnittwunden selbst zu und ist nun beschuldigt.

Brandenburg an der HavelBrandenburgVeröffentlicht am
0

Freitagabend wurden Rettungsdienst und Polizei zu einem vermeintlichen Raubüberfall in die Wiener Straße gerufen. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf einen 39-jährigen Mann, der stark blutendende Schnittverletzungen am linken Unterarm hatte und zügig erstversorgt werden musste. Er gab dazu an, dass er nach Zünden eines Böllers unvermittelt von zwei Männern angegriffen wurde und ihn einer der Täter mit einem Messer verletzte. Außerdem soll ihm hierbei die Geldbörse geraubt worden sein. Bereits nach ersten Vorortermittlungen und Befragungen zeigten sich deutliche Zweifel im Wahrheitsgehalt der Erstangaben des 39-Jährigen. In einer weiteren zielgerichteten Befragung im Klinikum verwickelte sich dieser weiter in Widersprüche und räumte letztendlich ein, den Vorfall frei erfunden zu haben und sich die Verletzungen selbst hinzugefügt zu haben. Auch konnte die Geldbörse des Mannes aufgefunden werden. Diese lag ordnungsgemäß in seiner Wohnung, unweit des vorgetäuschten Tatortes.

Der 39-Jährige blieb, alkoholisiert mit über zwei Promille und zur Versorgung seiner Schnittverletzungen im Klinikum. Gegen ihn wurde eine Anzeige wegen Vortäuschen einer Straftat aufgenommen.

Freitag, 26.12.2025, 20:35 Uhr

Quelle: Polizeidirektion West

Tatdetails

Tatverdächtige
1 Person, 39 Jahre, männlich
Tatzeit
26.12.2025 um 20:35 Uhr
Tatort
Wiener Straße, Hohenstücken, Brandenburg an der Havel

Mehr zu Körperverletzung