Verstoß gegen das Tierschutzgesetz in Bremen - 23 Katzen ausgesetzt
Am Friedhofseingang wurden 23 Katzen in zwei mit Paketband verschlossenen Kartons ausgesetzt, wobei ein Muttertier bei der Bergung entkam. Die 22 gesicherten Tiere kamen ins Tierheim, während nach den Tätern gesucht wird. Hinweise nimmt der KDD entgegen.
Am Mittwochvormittag wurde die Polizei Bremen zu einem ungewöhnlichen Einsatz in die Marschstraße im Stadtteil Hemelingen gerufen. Ein aufmerksamer Bürger hatte am Eingang eines Friedhofs zwei Kartons entdeckt, aus denen leises Miauen drang.
Vor Ort bestätigte sich der Verdacht: In den mit Paketband verschlossenen Kartons, die nur mit wenigen Luftlöchern versehen waren, befanden sich insgesamt 23 Katzen - darunter drei ausgewachsene Tiere sowie 20 neugeborene Kätzchen. Die Kartons waren im Inneren bereits durch Urin aufgeweicht, in einem Karton befand sich zudem etwas Katzenfutter.
Beim vorsichtigen Öffnen der Kartons nutzte ein vermutliches Muttertier die Gelegenheit zur Flucht. Die übrigen 22 Katzen wurden durch die Einsatzkräfte gesichert, zum Polizeikommissariat transportiert und dort erstversorgt. Anschließend wurden die Tiere - samt zwischenzeitlich gespendeter Futterrationen durch hilfsbereite Bürgerinnen und Bürger - an das Tierheim Bremen übergeben.
Eine Überprüfung der ausgewachsenen Tiere mittels Chip-Lesegerät verlief ohne Ergebnis. Hinweise auf die bislang unbekannten Verantwortlichen liegen derzeit noch nicht vor.
Quelle: Polizei Bremen
Tatdetails
- Opfer
- 23 Personen
- Tatort
- Marschstraße, Hemelingen, Bremen