Blockade der A9 bei München - Ermittlungen wegen Nötigung
Neun Aktivisten blockierten die A9: Drei kletterten mit Banner auf eine Schilderbrücke, sechs setzten sich auf die Fahrbahn, drei klebten sich fest. Die Polizei löste die Blockade auf, es gab erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen.
Am Donnerstag, 11.09.2025, gegen 07:45 Uhr, kam es auf der Bundesautobahn A9 in Richtung München zu einer nicht angemeldeten Versammlung. Auf Höhe der Allianz-Arena kletterten drei Personen auf die dortige Schilderbrücke und hielten ein Banner mit Bezug auf die derzeit stattfindenden „IAA“. Sechs Personen setzten sich auf die Fahrbahn, wovon sich drei Personen auf dieser festklebten.
Mehrere Fahrzeugführende verständigten über den Notruf die Polizei. Zahlreiche Polizeieinsatzkräfte begaben sich zur Örtlichkeit.
Die Einsatzkräfte forderten die Personen mehrfach ohne Erfolg zur Beendigung der Blockade auf. Daraufhin wurde die Versammlung durch die Polizei aufgelöst. Die angeklebten Personen wurden mit Unterstützung spezialisierter Kräfte von der Fahrbahn gelöst. Es kam zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.
Der Fahrzeugverkehr konnte gegen 10:35 Uhr wieder freigegeben werden.
Gegen die Beteiligten wird u.a. wegen des Verdachts der Nötigung ermittelt. Zudem werden Verstöße gegen das Bayerische Versammlungsgesetz geprüft.
Bei den Beteiligten handelt es sich um Personen im Alter 23 und 67 Jahren (4x weiblich, 5x männlich). Die Personen kommen aus verschiedenen Bundesländern und dem angrenzenden Ausland.
Eine Person wird im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter zur Entscheidung der weiteren Gewahrsamnahme vorgeführt.
Die weiteren Ermittlungen in dieser Sache dauern an.
Quelle: Polizeipräsidium München
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 9 Personen, 23-67 Jahre
- Tatort
- A9, München