Warnschüsse bei Wohnungsdurchsuchung in München-Freimann
Zum Gewaltdelikt vom 19. August mit zwei Verletzten wird wegen versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Freimann fielen mehrere Warnschüsse; ein 52-Jähriger wurde festgenommen und wieder entlassen. Niemand wurde verletzt.
Wie bereits berichtet, kam es am Dienstag, 19.08.2025, gegen 19:10 Uhr, im Bereich der Max-Bill-Straße zu einem Gewaltdelikt. Nach bisherigen Erkenntnissen war es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen mit insgesamt rund 30 Personen gekommen. Bereits im Vorfeld hatte zwischen beiden Parteien ein Konflikt bestanden. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurden zwei 19-Jährige, jeweils mit Wohnsitz in München, verletzt. Sie mussten mit dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Einer der beiden Verletzten hatte eine stark blutende Wunde, die von den eingesetzten Polizeibeamten erfolgreich erstversorgt werden konnte. Die Verletzten gehören beide zu einer der beiden Konfliktparteien.
Die weiteren Ermittlungen in dieser Sache wurden in der Folge vom Kommissariat 11 übernommen. Mittlerweile liegt hier der Tatvorwurf eines versuchten Tötungsdeliktes zugrunde.
Im Rahmen dieser Ermittlungen kam es am Mittwoch, 27.08.2025 gegen 06.00 Uhr zu einer polizeilichen Durchsuchung in einer Wohnung in Freimann. Grundlage hierzu war ein über die Staatsanwaltschaft München I beim Amtsgericht München beantragter und von dort erlassener Durchsuchungsbeschluss. Der Vollzug des Beschlusses, insbesondere das Betreten der Wohnung, wurde mit Hilfe von Unterstützungskräften des Spezialeinsatzkommandos durchgeführt.
Beim Betreten der Wohnung sahen sich die Beamten des Spezialeinsatzkommandos mit einer Gefahrensituation konfrontiert, was schließlich zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch mit mehreren Warnschüssen führte. Der Verursacher der Gefahrensituation, ein 52-Jähriger, der an der Örtlichkeit wohnhaft ist, wurde in der Folge festgenommen. Nach aktuellem Erkenntnisstand wurde in der Wohnung niemand verletzt. Gegen den 52-Jährigen wird nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Er wurde nach Durchführung aller notwendiger polizeilicher Ermittlungsmaßnahmen wieder entlassen.
Zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs wurden separate Ermittlungen aufgenommen. Hierzu liegt die Zuständigkeit in diesem Fall beim Bayerischen Landeskriminalamt.
In der Folge wurden in der Wohnung noch umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt. Anschließend kam es dann zur eigentlichen kriminalpolizeilichen Durchsuchung der Räumlichkeiten.
Die Ermittlungen in dieser Sache dauern an.
Quelle: Polizeipräsidium München
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 52 Jahre, männlich
- Opfer
- 2 Personen, 19 Jahre
- Tatort
- Freimann, München
- Motiv
- Streit