Medieninformation Polizei München 15.05.2026

BayernVeröffentlicht am
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Am Donnerstag, 14.05.2026, gegen 12:30 Uhr, kontaktierte ein bislang unbekannter Täter telefonisch eine über 90-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München und gab sich ihr gegenüber als Arzt aus.

Dabei erklärte er der Seniorin am Telefon, dass ihre Tochter an einer Krebserkrankung leide und dringend eine teure Medikamentenbehandlung hierfür benötigt werde. Für die Kosten zur Behandlung, solle die über 90-Jährige jetzt die anfallenden Kosten übernehmen.

Die über 90-Jährige ließ sich darauf ein und übergab an der Haustür einer unbekannten Abholerin Bargeld in Höhe von mehreren Tausend Euro für die medizinische Behandlung der Tochter. Anschließend entfernte sich die Abholerin in unbekannte Richtung.

Als die über 90-Jährige Kontakt zu ihrer Tochter aufnahm, fiel der Betrug auf und die Tochter informierte den Polizeinotruf 110.

Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen

Die Abholerin kann wie folgt beschrieben werden:

Weiblich, 25-30 Jahre alt, 160 - 170 cm, braune Haare; gut gekleidet

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum imBereich des U-Bahnhofes Implerstraße, Valleystraße, und Danklstraße (Sendling)Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Tel. 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis der Münchner Polizei:

Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (z.B. Staatsanwalt) oder wie zuletzt auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.

Ob falsche Ärzte, falsche Polizeibeamte, falsche Staatsanwälte…

Quelle: Polizeipräsidium München