Schockanruf-Betrug in Oberursel vereitelt - 80-Jährige rechtzeitig gewarnt
Bei einer Verkehrskontrolle wegen nicht angelegten Sicherheitsgurts erzählte eine 80-Jährige den Beamten, sie wolle 75.000 Euro für die Kaution ihres Sohnes abheben.
1. "Nicht auch das noch!" - Verkehrskontrolle verhindert Betrug, Oberursel, Freitag, 04.04.2025
(da)"Nicht auch das noch!" - Mit dieser Aussage sahen sich eine Polizeibeamtin und ein Polizeibeamter bei einer Verkehrskontrolle in Oberursel konfrontiert. Doch genau diese Kontrolle verhinderte einen Betrug. Am Freitag unterzog eine Streife der Polizeistation Oberursel eine Autofahrerin einer Verkehrskontrolle. Der Grund war zunächst banal: Die Autofahrerin hatte den Sicherheitsgurt nicht angelegt. Als die Beamtin und der Beamte die 80-Jährige ansprachen, entgegnete diese zunächst "Nicht auch das noch!". Zudem zeigte sich die Dame sichtlich aufgebracht. Die Verkehrskontrolle kam für sie zu einem vermeintlich ungünstigen Zeitpunkt. So erzählte sie, dass sie gerade mit dem Gericht in Frankfurt in Kontakt stehe. Ihr Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und sie sei nun auf dem Weg zur Bank, um 75.000 Euro für seine Kaution abzuheben. Da der Polizeibeamtin und dem Polizeibeamten diese Geschichte nur allzu bekannt vorkam, handelten sie geistesgegenwärtig und erklärten der Frau, dass sie Opfer von Betrügern geworden sei. Diese hätten versucht, mit der Masche des "Schockanrufs" an ihr Geld zu kommen. Da die Betrüger inzwischen bemerkten, dass sie aufgeflogen waren, hatten sie das Telefonat bereits beendet. So kam die Verkehrskontrolle für die Frau gerade noch rechtzeitig und der Betrug konnte vereitelt werden.
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 2 Personen
- Opfer
- 1 Person, 80 Jahre, weiblich
- Tatort
- Oberursel