Ermittlungen wegen Schleusungskriminalität in Leipzig
Durch die Überlassung echter Aufenthaltstitel an ähnlich aussehende Personen ermöglichten syrische Staatsangehörige im Alter von 20 bis 57 Jahren die unerlaubte Einreise. Über 50 Durchsuchungen fanden statt, um Beweise für Schleusungen zu sichern.
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt die Bundespolizei wegen des Verdachts des Missbrauchs von Ausweispapieren, des Verdachts der unerlaubten Einreise und des Verdachts des Einschleusens von Ausländern.
Modus Operandi
Seit Anfang 2025 besteht der Verdacht, dass in Leipzig wohnhafte syrische Staatsangehörige ihre echten Aufenthaltstitel, die für einen Aufenthalt in Deutschland berechtigen, ähnlich aussehenden syrischen Staatsangehörigen überlassen, um ihnen so die unerlaubte Einreise nach Deutschland bzw. in den Schengenraum zu ermöglichen.
Durchsuchungen
In und um Leipzig setzte die Bundespolizei mehr als 50 Durchsuchungsbeschlüsse um. Die Ermittlungen richten sich gegen männliche und weibliche syrische Staatsangehörige im Alter zwischen 20 und 57 Jahren. Bei den verschiedenen Beschuldigten handelt es sich überwiegend um Personen, welche ihre Dokumente anderen Unberechtigten überlas-sen haben sollen. Gegen wenige Personen besteht der Verdacht, dass sie anderen bei der Organisation der unerlaubten Einreise geholfen haben sollen. In zwei Fällen besteht der Verdacht der unerlaubten Einreise, in zwei weiteren Fällen der Verdacht des Einschleusens von Ausländern, also der Beihilfe zur unerlaubten Einreise mit Gewinnerzielungsabsicht in mehreren Fällen. Die Beschlüsse betrafen Wohn- und Geschäftsräume.
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 44 Personen, 20-57 Jahre, syrisch
- Tatzeit
- 21.04.2026
- Tatort
- Leipzig
- Motiv
- Drogen
- Schaden
- 93,0k €