Gefährlicher Eingriff in Bahnverkehr in Herbrechtingen
Zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ist es am Dienstagnachmittag (05.01.2026) am Bahnhof in Herbrechtingen gekommen.
Ersten Erkenntnissen zufolge fuhr der 39-jährige Lokführer eines Regionalexpresses gegen 16:50 Uhr in Richtung Aalen, als er kurz vor dem Bahnhof eine männliche Person im Gleisbereich bemerkte. Da für den Zug kein Halt in Herbrechtingen vorgesehen war, leitete der 39-jährige deutsche Staatsangehörige bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 km/h eine Schnellbremsung ein und gab mehrere Achtungspfiffe ab. Kurz bevor der Zug die Person erreichte, sollen laut dem Lokführer mehrere augenscheinliche Begleiter dem Unbekannten auf den Bahnsteig geholfen haben, sodass es zu keinem Zusammenstoß kam. Der Regionalexpress kam nach derzeitigem Kenntnisstand erst nach dem Bahnsteig zum Stehen. Wohin sich der Tatverdächtige entfernte, ist nicht bekannt.
Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt (der Bremsweg eines Zuges bei 100 km/h beträgt bis zu 1.000 Meter). Bahngleise dürfen nur an den hierfür bestimmten Stellen, wie z.B. Über- oder Unterführungen, überquert werden.
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, männlich
- Tatzeit
- 05.01.2026 um 16:50 Uhr
- Tatort
- Herbrechtingen