Schockanruf-Betrug in Hadern München
Am Dienstag, 17.02.2026, gegen 16:30 Uhr, kontaktierte eine bislang unbekannte Täterin telefonisch eine über 80-jährige Deutsche mit Wohnsitz in München und gab sich als deren Tochter aus.
Die Anruferin schilderte, einen schweren Verkehrsunfall verursacht zu haben, wodurch eine schwangere Frau schwer verletzt ins Krankenhaus kam. Eine weitere Täterin, die sich als Polizeibeamtin ausgab, sprach ebenfalls mit der über 80-Jährigen und behauptete, nun mit der Tochter zu ihr zu fahren. Anschließend beendete die falsche Polizeibeamtin das Telefonat.
Kurze Zeit später rief ein weiterer unbekannter Täter an, welcher sich als Staatsanwalt ausgab. Er gab an, dass die schwerverletzte Frau mit dem ungeborenen Kind im Krankenhaus verstorben sei. Er behauptete, dass der Tochter der über 80-Jährigen Untersuchungshaft drohe, wenn die über 80-Jährige nicht die Kaution in Höhe von 80.000,- Euro bezahlt.
Im weiteren Verlauf übergab die über 80-Jährige einem bislang unbekannten Abholer an ihrem Wohnort Wertgegenstände und Bargeld im Wert von mehreren zehntausend Euro.
Im Nachgang kam der Betrug auf, als die Täter durch weitere Anrufe mehr Wertgegenstände forderten und der Sohn der über 80-Jährigen dazukam. Anschließend begaben sich die über 80-Jährige und ihr Sohn einer Polizeiwache und erstatteten eine Anzeige.
Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall führt das Kommissariat 61 der Münchner Kriminalpolizei.
Beschreibung des Abholers:Männlich, ca. 180 cm groß, ca. 55 Jahre alt, schlank, nord-/westeuropäisches Erscheinungsbild, dunkelblaue Jacke mit Kapuze über dem Kopf, keine Brille, kein Bart, keine Piercings, keine sichtbaren Tattoos oder Narben.
Quelle: Polizeipräsidium München
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 3 Personen, 55 Jahre, männlich
- Opfer
- 1 Person, 80+ Jahre, weiblich, deutsch
- Tatzeit
- 17.02.2026 um 16:30 Uhr
- Tatort
- Haderunstraße, Hadern, München
- Motiv
- Raub
- Schaden
- 30,0k €