Unfall auf der A2 - Pannenwagen unzureichend gesichert, zwei Leichtverletzte
Auf der A2 stießen am Donnerstagabend gegen 20:30 Uhr zwei Autos zusammen, als ein 18-Jähriger einem Warndreieck auswich. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Gegen den Pannenfahrer wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.
Lfd. Nr.: 0912
Am Donnerstagabend (16. Oktober) ereignete sich gegen 20:30 Uhr ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen auf der A2 in Fahrtrichtung Oberhausen auf Höhe des Parkplatzes "Im großen Klei". Dabei wurden zwei Personen leicht verletzt. Ursache des Unfalls war ein nicht ausreichend gesichertes Pannenfahrzeug auf dem Seitenstreifen.
Ersten Erkenntnissen zufolge hielt ein 56-jähriger Dortmunder mit seinem Fahrzeug aufgrund eines Reifenschadens auf dem Seitenstreifen der Autobahn an. Gemeinsam mit zwei Mitfahrern beabsichtigte er, in der Dunkelheit den defekten Reifen zu wechseln. Er sicherte das im langgezogenen Kurvenbereich stehende Fahrzeug mit einem Warndreieck ab.
Nur wenige Augenblicke später näherte sich ein 18-Jähriger aus Bocholt mit seinem Audi A3 über den rechten Fahrstreifen der Gefahrenstelle. Dort nahm er ein Warndreieck auf der Fahrbahn wahr. Um eine Kollision zu verhindern, wich der 18-Jährige auf den mittleren Fahrstreifen aus und übersah dabei den Audi A6 eines 32-Jährigen aus Lippetal. Es kam zu einem seitlichen Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Der Audi A6 wurde nach links abgewiesen, kollidierte mit der Mittelschutzplanke und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Der Bocholter konnte sein Fahrzeug auf dem Seitenstreifen anhalten.
Während der Unfallaufnahme staunten die Einsatzkräfte nicht schlecht. Das Warndreieck war nur wenige Meter hinter dem Pannenfahrzeug an der weißen Fahrbahnmarkierung aufgestellt. Der rot reflektierende Kunststoff war zerbrochen. Es wurde nur durch mehrere Streifen Klebeband zusammengehalten, wodurch sich die reflektierende Wirkung erheblich reduzierte. Auf Grundlage von Zeugenangaben und Aussagen der Unfallbeteiligten ergaben sich Widersprüche zum tatsächlichen Aufstellungsort des Warndreiecks zum Unfallzeitpunkt.
Aufgrund der Gesamtumstände leiteten die Beamten gegen den 56-jährigen Fahrer des Pannenfahrzeugs ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ein. Wo das zusammengeklebte Warndreieck zum unfallrelevanten Zeitpunkt tatsächlich aufgestellt wurde und ob das Fahrzeug ausreichend abgesichert war, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.
Dieser Unfall und auch andere schwere Verkehrsunfälle auf dem Seitenstreifen in der Vergangenheit in unserem Zuständigkeitsbereich (Lfd.-Nr.: 0906 vom 05.10.2024, 0744 vom 13.08.2024 und 0952 vom 08.10.2023) machen deutlich, dass der Seitenstreifen einer Autobahn keine Schrauberwerkstatt ist. Es handelt sich vielmehr um einen Gefahrenbereich, der für alle, die sich vermeidbar dort aufhalten, lebensgefährlich sein kann. Nur die Schutzplanke verhindert im Ernstfall, dass Personen von einem heranfahrenden Fahrzeug erfasst werden. Deshalb unser Appell: Gehen Sie kein Risiko ein, bringen Sie sich und andere in Sicherheit!
Bei Verkehrsunfällen mit geringfügigen Sachschäden oder im Pannenfall beachten Sie bitte folgende Hinweise:
Quelle: Polizei Dortmund
Tatdetails
- Tatverdächtige
- 1 Person, 56 Jahre, männlich
- Opfer
- 2 Personen
- Tatort
- A2, Dortmund