Schlag gegen Schleuserbande: Drei Haftbefehle vollstreckt, sechs Durchsuchungen - 125 Menschen geschleust

Die Ermittlungen richten sich gegen Angehörige eines Familienclans. Ihnen wird vorgeworfen, seit Oktober 2024 mindestens 125 syrische Staatsangehörige unter lebensgefährlichen Bedingungen über das…

SaarbrückenBayernVeröffentlicht am
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Drei Haftbefehle im In- und Ausland sowie sechs Durchsuchungsbeschlüsse im Bundesgebiet wurden am 05.08.2026 in mehreren Ermittlungsverfahren bayerischer Staatsanwaltschaften vollstreckt.

Die Verfahren bei den Staatsanwaltschaften Traunstein, Landshut und Weiden richten sich vorrangig gegen Angehörige eines Familienclans. Sie sind Teil einer von Europol koordinierten Task Force.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, seit Oktober 2024 in fünf Fällen insgesamt mindestens 125 überwiegend syrische Staatsangehörige unter lebensgefährlichen Bedingungen von Libyen über das Mittelmeer nach Italien und teilweise weiter nach Deutschland geschleust zu haben.

Die Geschleusten wurden mit Booten von der libyschen Küste auf die italienische Insel Lampedusa verbracht. Auf den nicht seetauglichen und überfüllten Booten befanden sich bis zu 61 Personen, ohne Sicherheitsvorkehrungen wie Schwimmwesten.

Text von Adlerlicht auf Basis der Polizeimeldung — Quelle: Bundespolizeidirektion München